Großeinsatz in Graz

Alarm um vermeintlichen Tankstellen-Überfall

Steiermark
05.02.2011 01:39
Ein Großeinsatz der Polizei hat am Donnerstagnachmittag in Graz für gehöriges Aufsehen gesorgt. Mehrere Streifen rückten wegen eines vermeintlichen Tankstellen-Überfalls in der Elisabethinergasse aus - es handelte sich jedoch "nur" um einen Raub in einer Wohnung. Das Haus wurde umstellt, ein angeblich bewaffneter Tatverdächtiger von der Cobra gefasst. Aber die Waffe war verschwunden...

Ausgelöst hatte den Wirbel ein Streit im Drogenmilieu. Eine 19-Jährige besuchte gegen 13 Uhr einen 31-jährigen Bekannten in dessen Wohnung. Der Verdächtige soll sie dann - weil ihm angeblich ihr Ex-Freund Geld schuldet - zu Boden gerissen, gewürgt, mit einer Pistole bedroht und ihr 40 Euro aus der Handtasche geraubt haben.

Frau flüchtete zu Tankstelle
Als die junge Frau zu einer Tankstelle in der Nähe flüchtete und von dort aus die Polizei verständigte, kam es zu einem Missverständnis. Die Beamten glaubten, dass die Tankstelle überfallen worden war. Das stellte sich als Irrtum heraus, doch der Einsatz war damit noch nicht zu Ende.

Schließlich musste ja noch der angeblich mit einer Pistole bewaffnete Bekannte der 19-Jährigen gefasst werden. Deshalb wurde die Elisabethinergasse eine halbe Stunde lang gesperrt: "Der Mann leugnete alles, die Waffe fanden wir nicht", so Chefinspektor Franz Maier, Leiter der Grazer Raubgruppe.

von Peter Riedler, "Steirerkrone"
Symbolbild

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