11.05.2021 21:00 |

In der Steiermark

Akzente für eine gute Zukunft in der Pflege

Zum „Internatinen Tag der Pflege“ am 12. Mai äußern sich Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß, Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl und Soziallandesrätin Doris Kampus: „Im Bereich Pflege versucht das Land Steiermark ressortübergreifend Rahmenbedingungen für eine gute Zukunft in der Betreuung älterer Menschen zu ermöglichen.“ Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner Strauß verweist auf die neue Pflegeausstattungsverordnung (PAVO), die erst kürzlich von der Landesregierung beschlossen wurde und in den Landtag eingebracht wird. „Mit Personalausbau und qualitativer Steigerung in der Zusammensetzung des Betreuungspersonals werden weitere Akzente für eine gute Zukunft in der Pflege gesetzt“, zeigt sich Juliane Bogner-Strauß überzeugt.

Für Pflegende zu Hause wurde von der Fachabteilung Gesundheit und Pflegemanagement, Referat Pflegemanagement, eine eigene Broschüre erstellt. Auf knapp 50 Seiten bietet diese einen umfangreichen Überblick über Hilfsangebote und Unterstützungsmaßnahmen für pflegebedürftige ältere Menschen und deren pflegende Angehörige: Die Broschüre ist auch über die Pflegedrehscheiben des Landes Steiermark beziehbar und steht auch zum Download zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es seit Juni 2020 in allen steirischen Bezirken vom Land Steiermark eingerichtete Pflegedrehscheiben. Sie sind seitdem fester Bestandteil der Pflegeversorgung.

Seit März 2020 bietet die eingerichtete Pflege-Hotline des Landes Steiermark pflegebedürftigen Menschen und deren Angehörigen umfassende und kompetente Unterstützung. Die Beratung erfolgt kostenlos und in enger Abstimmung mit den Pflegedrehscheiben in den steirischen Bezirken sowie der Stadt Graz. Die Pflege-Hotline ist von Montag bis Freitag unter der Telefonnummer 0800 500 176 in der Zeit von 8 bis 16 Uhr erreichbar. Alle Infos unter: www.pflege.steiermark.at.

Kampagne „Zeit für Pflege“
Für die Berufe „Pflegeassistenz“ und „Pflegefachassistenz“ bieten die Schulen für Gesundheits- und Krankenpflege des Landes Steiermark kostenfreie Ausbildungen an 13 Standorten in der Steiermark an. Schülerinnen und Schülern stehen nach der achten Schulstufe zwei neue Ausbildungswege offen:
1.) Die 5-jährige Schulform mit Matura und Abschluss als Pflegefachassistenz oder
2.) die Fachschule und Abschluss als Pflegeassistenz.
Alle Informationen zu den Berufsbildern und den Ausbildungen sind online unter www.zeit-fuer-pflege.at zu finden.

Geplanter Ausbau der Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Joanneum wird vorgezogen
Seit dem Jahr 2016 bietet die Fachhochschule Joanneum den kostenlosen Bachelorstudiengang Gesundheits- und Krankenpflege an, der ab dem Jahr 2024 die bisherige schulische Ausbildung „Gehobener Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege“ ersetzen wird. Mit dem Jahr 2019 hat die Fachhochschule im Auftrag des Landes Steiermark begonnen, die Zahl der Studienplätze schrittweise auszubauen. So werden seit dem letzten Wintersemester 144 Anfängerstudienplätze angeboten. Das Ausbauszenario sah vor, die Zahl der Anfängerstudienplätze mit Wintersemester 2022/2023 auf 216 zu erhöhen. Diese Zahl wird aber bereits mit dem kommenden Wintersemester erreicht sein. Im Auftrag von Wissenschaftslandesrätin Barbara Eibinger-Miedl hat die FH Joanneum den aktuellen Ausbauschritt um ein Jahr vorgezogen. Die Bewerbung für die 216 Anfängerstudienplätze läuft bereits. „Fachkräfte im Gesundheitsbereich sind gefragt wie nie. Wir haben uns daher entschlossen, den geplanten Ausbauschritt an FH-Studienplätzen um ein Jahr vorzuziehen. Ab kommenden Herbst werden damit rund 650 Studierende den Bachelorstudiengang ‚Gesundheits- und Krankenpflege’ an der FH Joanneum absolvieren können“, so Eibinger-Miedl.

Schon über 1000 Steirerinnen und Steirer in der Pflegestiftung
„Pflege ist ein anstrengender, aber auch erfüllender Beruf. Die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist und bleibt groß“, betont Soziallandesrätin Doris Kampus, die auf die Pflegestiftung in der Steiermark verweist. Soziallandesrätin Doris Kampus über das Erfolgsmodell dieser Ausbildungsinitiative: „Arbeitslose Menschen erhalten dadurch eine qualifizierte Ausbildung. Sie werden wieder ins Berufsleben integriert - und das sogar mit einer Jobgarantie. Mittlerweile haben mehr als 1000 Frauen und Männer ihre Ausbildung begonnen beziehungsweise bereits abgeschlossen.“ Ausgebildet werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Pflegeassistenz (Dauer zwölf Monate) beziehungsweise als Heimhilfe (sechs Monate). Sie können danach sowohl im stationären als auch im mobilen Dienst arbeiten. Im Falle der Pflegestiftung arbeiten das Land Steiermark, das Arbeitsmarktservice und die Wirtschaftskammer eng zusammen. Schon im Vorfeld werden zukünftige Fachkräfte und Dienstgeber zusammengebracht.

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