05.05.2021 18:00 |

Investor präsentiert

Muttereralm-Bahn: Die Braut hat sich getraut

16 Jahre lang haben Tourismusverband Innsbruck, Götzens und Mutters ihr gemeinsames „Baby“, die Muttereralm-Bahn, großgezogen und auch die eine oder andere schlaflose Nacht verbracht. Nun ist sie flügge - und auch schon unter der Haube. Der neue „Bräutigam“ in Form des tschechisch-slowakischen Investors stellte sich gestern vor und gelobte, ein guter Partner sein zu wollen.

Der osteuropäische Tourismus-Konzern Tatry Mountain Resorts mit einem Jahresumsatz von 110 Millionen Euro pro Jahr ist der neue Hausherr auf der Muttereralm.

Tirol ist „Premier League“
„Für uns ist es der Sprung in die Premier League“, erläuterte CEO Igor Rattaj die Entscheidung für den Kauf. Tirol habe sehr viele sehr gute Skigebiete. Entscheidend für Tatry sei die Nähe zur Landeshauptstadt mit all ihren touristischen Möglichkeiten im Sommer und im Winter gewesen.

Zwei Millionen Kunden
„Unser Ziel ist nun, weitere Touristen aus dem osteuropäischen Raum herzubringen. Wir haben zwei Millionen Kunden, denen wollen wir neue Möglichkeiten bieten“, betonte Rattaj.

Keine große Veränderung geplant
Die Muttereralm-Bahn sei nicht die erste Akquisition von Tatry Mountain, man wisse über die wirtschaftlichen Verflechtungen von Seilbahnen mit Hotellerie und Gastronomie Bescheid. „Wir planen keine großen Veränderungen. Das Skigebiet läuft prinzipiell. Gewisse Dinge muss man aber erneuern“, sagte Rattaj und meinte damit wohl jene Liftanlagen, die nun ein kritisches Alter erreichen.

Verkehr: Alle setzen auf Anreise mit den Öffis
Tausende neue Skigäste sollen also kommen – per Bus, per Bahn, per Flugzeug, aber auch mit dem eigenen Auto. Verkehrsinfarkt sei keiner zu befürchten: Die Anbindung an Innsbruck mit Öffis sei sehr gut, ab zwei Nächten können Gäste diese gratis benutzen.

Öffis im Fokus
Angedacht ist eine Bedarfshaltestelle der Stubaitalbahn mit Schrägaufzug zur Talstation. Doch das ist noch Zukunftsmusik – genauso wie die Verbindung in die Axamer Lizum. Dieser räumt Tatry höchste Priorität ein. Der TVB Innsbruck schießt wie berichtet vier Mio. Euro zu. Die Dorfchefs Hansjörg Peer (Mutters) und Josef Singer (Götzens) dankten für die fairen Verhandlungen. Der Fortbestand der Götzner Bahn sei gesichert, sagte Singer.

Philipp Neuner
Philipp Neuner
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