Stau wegen Baustelle

Gesperrter Kreisverkehr führt zum Verkehrsinfarkt

Tulln boomt. Und das nicht zuletzt dank der guten Verkehrsanbindung - sind Wien, Krems und St. Pölten über die S5 doch bestens erreichbar. Normalerweise, denn seit Montag sorgt ein gesperrter Kreisverkehr für schier ungeahnte Verzögerungen. Gestern staute es sich dann morgens sogar bis auf die Schnellstraße zurück.

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Kleine Ursache, große Wirkung: An der B 19, die zwischen Tulln und der Auffahrt auf die S 5 als Brücke geführt wird, müssen dringende Sanierungen durchgeführt werden. Darum wurde eine Ausfahrt des Doppelkreisverkehres in Richtung Stadt gesperrt – Fahrzeuge aus Wien und anderen umliegenden Bezirken drehten daraufhin ihre Runden auf der Suche nach der Umleitung. Diese wurde unglücklich gewählt, sie endet nach vielen Kilometern durch die Au an einer Stopptafel.

Die Folge: Stau. In der Früh müssen Menschen, die in Tulln arbeiten, nun viel Puffer einplanen, aber auch in den späten Abendstunden dauert der Heimweg länger.

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Normalerweise brauche ich von Neuaigen nur fünf Minuten in die Stadt. Jetzt muss ich froh sein, wenn es keine Stunde dauert!

Eine erboste „Krone“-Leserin

Bedeutend schlimmer, weil gefährlich, ist die Situation auf der Schnellstraße. Dienstagfrüh staute es sogar auf die S 5 zurück. In beiden Fahrtrichtungen nach Wien und Krems mussten Pendler ganz ohne Unfall durch kilometerlange Rettungsgassen kriechen. Viele Lenker kündigten an, in den nächsten Tagen die Autobahn meiden zu wollen. „Fahr ich halt jetzt über Klosterneuburg“, meinte ein Wiener. Wenn es ihm viele gleichtun, droht dort – und sicher auch anderswo – ebenfalls Stau.

Verantwortung wird weitergeschoben
Die für ihre Kreisverkehre bekannte Stadt räumt Probleme ein, verweist aber auf das Land. Dort schiebt man die Verantwortung weiter an „undisziplinierte Verkehrsteilnehmer“. Lkw hatten gestern versucht, die überlange Umleitung zu umfahren, scheiterten aber an der Höhenbeschränkung. Nun werden zusätzliche Hinweistafeln montiert, die Polizei regelt den Verkehr zur Stoßzeit - und die Bauarbeiten sollen durch mehr Personal schneller beendet werden.

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