06.04.2021 16:32 |

styriarte 2021

Pläne für ein Festival im Zeichen der „Lust“

Ganz im Zeichen der „Lust“ steht die heurige styriarte von 25. Juni bis 25. Juli. Trotz der aktuellen Corona-Situation geht Intendant Mathis Huber davon aus, die 32 geplanten Projekte auch live zeigen zu können - allerdings vor reduzierter Publikumszahl, weshalb es für jeden Programmpunkt zwei Termine geben wird.

„Ich weiß, dass es kühn ist, ein Programm zu präsentieren, von dem noch keiner weiß, wie genau es stattfinden wird können. Aber wir haben große Lust auf das Festival“, sagt Mathis Huber und spielt damit auf das heurige Motto an - „Lust“.

Vierte Oper von Johann Joseph Fux
Ausgangspunkt für diese thematische Vorgabe ist die Barockoper „Amor und Psyche“, die heuer den Festivalauftakt darstellt - als Open-Air-Event im Hof von Schloss Eggenberg: Zum bewährten Team dieser vierten Ausgabe des Fux-Opernfests (Alfredo Bernardini dirigiert das Zefiro Barockorchester und den Arnold Schoenberg Chor) stößt Adrian Schvarzstein als Regisseur neu dazu.

Es ist nicht das einzige styriarte-Projekt, dem der gelernte Clown heuer seinen „lust“-igen Stempel aufdrückt: gemeinsam mit dem Ensemble Arthouse 17 hat er die Konzertreise „Il Ciarlatano“ entwickelt, die in der Steiermark mehrere Stationen anläuft. Halt macht die styriarte auch heuer wieder in Stainz und Pöllau - dort allerdings eher mit seelischen als körperlichen Gelüsten: Jordi Savall dirigiert in der Stainzer Kirche eine „Marienvesper“, in Pöllau ist ein „Magnificat“ geplant.

Junge Stars und große Namen
Ein Klassiker der lustvollen Seite der Musikgeschichte sind Carl Orffs „Carmina Burana“, deren Umsetzung der junge steirische Dirigent Patrick Hahn verantworten wird. Eher ein alter Haste im styriarte-Programm ist Pianist Pierre-Laurent Aimard der sich Messiaens’ „Visions de l’amen“ und damit auch dessen heimlicher Liebe zu einer Schülerin widmet.

Erotische Seiten der Klassik
Die erotischen Seiten großer Komponisten erkundet man in einer eigenen Programmschiene: So hat etwa Organist Cameron Carpenter „Lust auf Bach“, und Markus Schirmer „Lust auf Brahms“. Und eine besondere „Lust auf Tschaikowski“ hat Andrés Orozco-Estrada: Für ihn wird ein eigenes Jugendorchester zusammengestellt, mit dem er dessen 5. Symphonie erarbeiten wird.

33.000 Karten aufgelegt
Insgesamt haben Huber und sein Team 32 Projekte geplant, die alle mindestens zweimal (meist um 18 und 20 Uhr) gezeigt werden. So kommt man auf 77 Vorstellungen und 33.000 aufgelegte Karten. Huber geht von einer halben Saalbelegung (also maximal 500 Besucher) in der List-Halle und im Stefaniensaal und 300 Besuchern im Hof von Schloss Eggenberg aus. Tickets können ab sofort reserviert werden und erst sobald klar ist, dass die Konzerte in geplanter Form stattfinden können, werden sie dann auch in Rechnung gestellt.

Christoph Hartner
Christoph Hartner
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