Mit den Elektrifizierungsarbeiten verlegte man die Zugverbindung nach Prag und Berlin auf die Nordbahn, wo sie bis 2014 geführt wurde. Neben dem Abbau des zweiten Gleises der Franz-Josefs-Bahn in den 1960er-Jahren war der Abgang des „Vindobona“ ein weiterer harter Schlag gegen die Bahnstrecke, weil die letzte bedeutende internationale Verbindung verloren ging. „Die Franz-Josefs-Bahn ist das Öffi-Rückgrat des Waldviertels“, weiß aber auch Verkehrslandesrat Ludwig Schleritzko, der neben dem 600 Millionen Euro schweren Mobilitätspaket, das – wie berichtet – in die Trasse investiert wird, auch weitere Attraktivierungsschritte setzen will.
Im Vorjahr wurde die „Vindobona“-Linie auf der Nordbahn wieder aufgenommen. Schleritzko arbeitet seit Monaten daran, nach fast 30-jähriger Pause diese wieder auf der Franz-Josefs-Bahn zu führen. „Die Gespräche mit dem tschechischen Vize-Verkehrsminister Jan Sechter verliefen positiv“, betont Schleritzko. Technisch und organisatorisch wurde alles geprüft und mit den Tschechen akkordiert. In einem ersten Schritt könnte die Verbindung für Wochenpendler von Freitag bis Montag entstehen, vom Waldviertel könnte man dann wieder nach Prag und weiter nach Berlin gelangen. „Die Umsetzung wäre mit Fahrplanwechsel im Dezember 2022 möglich, wenn auch der Bund diesen Plänen zustimmt“, sagt Schleritzko.
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