01.04.2021 13:00 |

Prozess in Innsbruck

Rezeptionistin soll über 8000 € abgezweigt haben

Hat sie es ausgenützt, dass ihre Chefs aufgrund von Krankheiten nur selten im Hotel waren oder ist sie tatsächlich unschuldig? Eine heute 38-jährige Rezeptionistin soll in einem Beherbergungsbetrieb in Tirol mehr als 8000 Euro abgezweigt haben. Ein Motiv dafür könnte die frühere Spielsucht der Angeklagten gewesen sein.

Die in Tirol lebende Niederösterreicherin steht kurz vor dem Privatkonkurs. „Ich war spielsüchtig und habe für meinen Ex-Mann Kredite aufgenommen“, schilderte die aufgrund der Corona-Pandemie arbeitslose Tourismusmitarbeiterin am Landesgericht Innsbruck ihre finanzielle Tristesse.

„Bitte um Barzahlung“
2016 und 2017 soll die 38-Jährige innerhalb von 15 Monaten immer wieder Barzahlungen von Gästen des Oberländer Hotels umgebucht bzw. storniert und so über 8000 Euro in ihre Tasche gewirtschaftet haben. Dabei wurden Urlauber angeblich von der Rezeptionistin auch des öfteren zu Barzahlungen „gebeten“. Ungereimtheiten bei Buchungsportalen und offenbar schlechtere Bilanzen brachten den Fall ins Rollen.

Vorwurf gegen Chefin
„Ich habe gar keine Rechte gehabt, Stornierungen nach dem Check-in durchzuführen“, meinte die Angeklagte. Und sie glaubt, dass ihre Chefin das Geld selbst abgezweigt haben könnte – um Mitarbeiter, die schwarz angestellt waren, zu bezahlen und somit Geld praktisch „reinzuwaschen“.

Für die Einvernahme einer weiteren Rezeptionsmitarbeiterin wurde der Prozess vertagt.

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