27.03.2021 07:00 |

Stromleitungstausch

Spektakulärer Seiltanz vor dem Grimming

Nichts für schwache Nerven: Aufgrund von Alterserscheinungen muss die 220-kV-Stromleitung in mehreren Regionen erstmals nach gut 70 Jahren erneuert werden. Die gefährliche Arbeit erledigen Spezialisten aus ganz Österreich, die jetzt ins obersteirische Ennstal zum Startschuss des ersten Bauloses angereist sind.

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Greifzug, Brücke, Ziehstrumpf: Ohne diese Utensilien geht beim „Baulos 1“ der Austrian Power Grid (APG) zwischen Kaprun (Szbg.) und Weißenbach bei Liezen gar nichts. Sie gehören zur Ausstattung der Leitungsbaumonteure, die klaren Hauptdarsteller der aufsehenerregenden Aktion.

Echte Spezialisten am Zug
„Schwindelfrei muss man sein, Kraft muss man haben, das Team muss passen - und jeder Handgriff muss sitzen“, erläutert Mathias aus Zell am See sein Jobprofil. Ziemlich viele „Muss“.

Monatelange Vorarbeiten
Eine präzise Planung gewährleistet darüber hinaus die Sicherheit der insgesamt 140-köpfigen Spezial-Mannschaft: „Sobald unsere Leute auf den Masten zu arbeiten beginnen, muss der betreffende Abschnitt natürlich vom Stromnetz genommen werden“, erklärt Bauleiter Sven Aberle.

Trommel- und Windenplatz
Die Seiltauscharbeiten ansich folgen einer einfachen Methodik: Während am sogenannten Windenplatz nahe der B 320 bei Stainach eine Winde am alten Seil zieht, steht am etwa drei Kilometer entfernten Trommelplatz eine ein Tonnen schwere Bremse, die den Zug der Winde abmildert. „Genauere Absprachen werden per Funk getroffen“, erzählt APG-Mediensprecher Fritz Wöger.

Leistungsfähiges Stromnetz für Tourismus
Strapaziert wurden die 71 Jahre alten Leitungen mit Stahlkern und Aluminiummantel schon von so einigem: Vogelkot, Blitzeinschlägen, Querschüssen von Jägern und vielem mehr. „Dadurch haben sie etwa zehn Prozent ihrer Leistungsfähigkeit eingbüßt“, weiß Aberle. Womit eine Grenze erreicht wurde: „Prognosen zeigen, dass vor allem im Winter ein leistungsfähiges Stromnetz für die Tourismuszentren in der Region immer wichtiger werden“, so der Experte.

Fertigstellung bis zum Sommer
18,5 Millionen Euro fließen in die Modernisierungsarbeiten, im Juli will man fertig sein.

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