Unzählige Schätze schlummern im Depot der Kunstsammlung der Stadt Graz. Diese sollen nun öffentlich sichtbarer werden. Als ersten Schritt plant Alfredo Barsuglia im Spätsommer eine künstlerische Schnitzeljagd, die zu Privaträumen im Geidorfer Villenviertel führt, die zu temporären Kunsthallen umfunktioniert werden.
Rund 3300 Werke - vom Tierbild aus dem 18. Jahrhundert bis zur Gegenwartskunst - sind in der Kunstsammlung der Stadt Graz zu finden: „Gut 600 davon hängen in den diversen Büros der Stadt, der Rest lagert im Depot“, erklärt die Sammlungsleiterin Birgit Kulterer.
Kunstwerke sollen in die Öffentlichkeit
Unterstützt vom Grazer Künstler Alfredo Barsuglia sollen die Werke nun einen Schritt in die Öffentlichkeit machen. „Abriss“ nennt sich seine für Spätsommer geplante Aktion: „Abriss kann man ja nicht nur als Zerstörung verstehen, sondern ein Abriss kann auch ein Überblick sein“, sagt er.
Privaträume werden zu kleinen Kunsthallen
Dafür hat er in Geidorf nach Privaträumen gesucht, die er zu kleinen Kunsthallen umfunktionieren kann. „Es öffnen sich also nicht nur Türen zum Depot, sondern auch ins Private“, erklärt er. Fünf Stationen sind es geworden - von der Garage bis zum Pavillon. „Ich möchte für jeden Raum passende Werke suchen“, erklärt Barsuglia.
Schnitzeljagd durch Geidorf
Für die Besucher will er den Rundgang zu diesen Orten spielerisch gestalten: „Es ist wie eine Schnitzeljagd, man bekommt einen Plan und macht sich auf die Suche. Dabei kann man nicht nur Kunstwerke, sondern auch einen Bezirk erkunden. An jeder Station bekommt man einen Stempel und am Ende eine goldene Nadel.“
Ab 27. August soll die Aktion fünf Wochenenden lang laufen: „Wenn alles klappt, kann ich mir gut vorstellen, solche Aktionen mit Werken aus dem Depot künftig öfter zu machen“, zeigt sich auch der Grazer Kulturstadtrat Günter Riegler optimistisch.
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