14.03.2021 06:04 |

50 Prozent E-Bikes

Der Rad-Boom bleibt in Salzburg ungebremst

Radfahren, Laufen und Wandern sind in schneefreien Lockdown-Zeiten möglich. Gerade das Radeln erlebt wieder einen Boom – auch wenn dieser nicht direkt mit der Pandemie zusammenhängt. Verstärkt wir er durch die fehlende Alternativen allemal. Und das spüren die Menschen auch in den Fahrradgeschäften.
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Bereits 2006 gab es nach der Rad-WM in Salzburg einen großen Boom. Derzeit setzen sich die Salzburger eher wegen des Mangels an Alternativen auf ihr Rad. Fitnessstudios, Schwimmbäder und vieles weitere sind ja auf Grund der Corona-Maßnahmen seit Monaten geschlossen. „Der Boom hat aber nicht direkt mit der Pandemie zu tun. Die hat ihn nur noch verstärkt“, erklärt Thomas Schörghofer vom Radgeschäft Radwerk2010 in Eugendorf. Der Trend war für den Radshop-Besitzer bereits seit dem Jahr 2016 zu spüren. „Vor allem durch die E-Bikes “, so der Salzburger. Jährlich wuchs der Absatz um zehn Prozent – vergangenes Jahr durch Corona noch etwas mehr. „Jetzt verkaufen wir an die 50 Prozent E-Bikes und 50 Prozent normale Räder“, berichtet er. Ähnlich sieht es Daniel Herlbauer vom Bikepalast in der Stadt Salzburg: „Das Radfahren boomt in jeder Altersschicht. Der Anteil der E-Bikes ist bei mir aber schon höher als 50 Prozent. Auch der Anteil der sportlichen Räder steigt wieder an.“

Erhöhte Nachfrage und lange Lieferzeiten
Die Pandemie bekommen die Kunden auch direkt in den heimischen Fahrradläden zu spüren. Die erhöhte Nachfrage und Schwierigkeiten in den globalen Lieferketten stellen die Radbegeisterten auf Geduldsproben. Muss ein Rad bestellt werden, betragen die Lieferzeiten teilweise schon mehr als ein Jahr. Selbst die Lieferung von Bremsbelägen oder anderen Kleinteilen kann Monate dauern.

Die Probleme in den Lieferketten fangen schon ganz am Beginn an. Ein Beispiel: Es gibt zu wenig Gummi für die Reifen. Werden keine Reifen produziert, gibt es auch keine Räder. Was raten die Experten ihren Kunden? „Wenn man ein Rad, das man haben will, gefunden hat, sollte man mit dem Kauf nicht zu lange warten. Denn unterm Strich werden heuer zu wenige Räder da sein“, sagt Schörghofer. Er rechnet wie Herlbauer nicht mit einer schnellen Entspannung der Situation und vermutet, dass auch 2022 ähnlich sein wird.

Kunden sind auf die Wartezeiten eingestellt
Wir reagieren die Kunden auf die Engpässe? „Das war letztes Jahr schlimmer. Jetzt sind sie schon mehr darauf vorbereitet. Überrascht sind sie aber meist trotzdem“, so Schörghofer.

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