04.03.2021 12:10 |

Kompatscher-Vorschlag

„Tiroler Weg“ als Lösungsansatz für Italien?

Arno Kompatscher, Landeshauptmann von Südtirol, sieht im „Tiroler Weg“ - Massenimpfungen in besonders stark vom Coronavirus betroffenen Regionen wie zum Beispiel im Bezirk Schwaz - auch einen Lösungsansatz für Italien. Kompatscher bat aus diesem Grund den italienischen Gesundheitsminister Roberto Speranza, zu prüfen, ob dieser Weg auch für Italien möglich wäre.

Im Tiroler Bezirk Schwaz, in dem die südafrikanische Variante vermehrt aufgetreten ist, soll die gesamte Bevölkerung ab 16 Jahren durchgeimpft werden. Die Europäische Kommission hat dafür eine vorgezogene Sondertranche von 100.000 Impfdosen zur Verfügung gestellt. Gesundheitsminister Speranza solle prüfen, inwieweit die Europäische Union zusätzliche Quoten im Voraus zuteilen könne, die anschließend mit der jeweiligen Staatsquote verrechnet würden, so der Südtiroler Landeshauptmann.

Ganz Italien könnte zur roten Zone werden
In Italien ist die Zahl der Neuinfektionen gewachsen. Am Mittwoch wurden innerhalb von 24 Stunden 347 Todesopfer gezählt, das sind vier mehr als am Vortag. Zudem gab es 20.884 Neuinfektionen, am Vortag waren es 17.083, wie das Gesundheitsministerium mitteilte. Angesichts zunehmender Infektionszahlen infolge der englischen Virusvariante drohe ganz Italien Gefahr, zur roten Zone zu werden, warnte Guido Bertolaso, Berater der Region Lombardei für die Impfkampagne.

Mehr Infizierte in Tirol, aber weniger aktive Südafrika-Fälle
Auch in Tirol ist am Donnerstag die Zahl der Infizierten erneut gestiegen. 149 Neuinfizierte standen 74 Genesene gegenüber, teilte das Land mit. Dagegen gab es 85 aktiv positive Südafrika-Fälle, um drei weniger als am Vortag. Drei Verdachtsfälle auf die südafrikanische Virusmutation kamen aber hinzu.

Seit einer Woche kein Corona-Toter in Tirol
In den Spitälern mussten um elf Corona-Patienten mehr stationär behandelt werden, 22 benötigten intensivmedizinische Betreuung. Insgesamt waren 89 Betroffene im Spital untergebracht. Seit einer Woche wurde kein weiterer Todesfall in Zusammenhang mit dem Virus mehr verzeichnet. Bisher verstarben in Tirol 579 Menschen mit oder an Covid-19.

Am stärksten betroffen war weiterhin der Bezirk Schwaz mit 276 Fällen, in dem die südafrikanische Variante vermehrt aufgetreten war. Im Bezirk Lienz galten 220 Menschen als infiziert, im Bezirk Kufstein 192. In Tirol wurden bisher 591.254 PCR-Tests durchgeführt.

Quelle: APA/RAI

Georg Horner
Georg Horner
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