16.02.2021 12:07 |

In entlegene Regionen

Steiermark: Ab Freitag fahren Corona-Testbusse

Mit Kapfenberg und Eibiswald gibt es ab morgen 25 Corona-Teststationen in der Steiermark. Für Bewohner von entlegenen Regionen sind sie oft aber schwer erreichbar, dasselbe gilt für Apotheken, die Tests anbieten. Ab Freitag sind daher drei Testbusse auf fünf Routen im Einsatz, um für die Bevölkerung ein niederschwelliges Angebot zu schaffen.

„Wir bekommen jeden Tag Wünsche nach neuen Teststraßen“, sagt der für Finanzen zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang. Doch nicht alle sind erfüllbar. So gibt es in Sachen Gratis-Testmöglichkeiten nach wie vor weiße Flecken in der Steiermark. 

Diese sollen nun durch umgebaute Busse der Firma Retter („wir haben Equipment aus den Seminarräumen verwendet“, so Firmenchef Hermann Retter) verschwinden. Ab Freitag sind sie unterwegs. Eine Buslinie verkehrt im Bezirk Liezen zwischen St. Gallen und Wildalpen. Die zweite ist im Bezirk Murau unterwegs: abwechselnd zwischen Scheifling und Krakaudorf (über Oberwölz und St. Peter am Kammersberg) bzw. zwischen St. Lorenzen und Predlitz (über St. Ruprecht und Stadl an der Mur). Die dritte Buslinie ist tageweise abwechselnd im Norden der Bezirke Weiz (Birkfeld - Fischbach - Ratten -Rettenegg) bzw. Hartberg-Fürstenfeld (Rohrbach - Vorau - Wenigzell - Mönichwald) auf Tour.

Haltestellen bis zuletzt geändert
Bis zuletzt wurden die exakten Routen und Haltestellen noch geändert, erzählt der steirische Testkoordinator Harald Eitner. Am Dienstagnachmittag sollte aber alles feststehen. Das medizinische Personal in den Bussen kommt vom Roten Kreuz. Die Anmeldung erfolgt wie gewohnt online (über oesterreich-testet.at) oder telefonisch unter 0800/220 330.

Bis zu 40.000 Tests pro Tag
Zur Präsentation des neuen zusätzlichen Konzepts betonte die Landespolitik mit Freude die hohen Testzahlen in der Steiermark. Laut Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer wurde seit 11. Jänner bei mehr als 400.000 Menschen an den Teststationen ein Abstrich genommen. Pro Tag sind es dort derzeit 30.000 bis 40.000 Tests, so Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß. Mt den Apotheken, Schule, Betrieben, Pflegeheimen und Spitälern geht sie gar von 60.000 bis 70.000 Tests aus.

Das alles kostet aber natürlich. Alleine die Testbusse und die neuen Stationen in Eibiswald und Kapfenberg schlagen sich laut Anton Lang mit 700.000 Euro im Monat zu Buche. Bis Ende Mai wird das Land mehr als 15 Millionen Euro für Testmöglichkeiten ausgegeben haben. 

Vorerst keine weiteren Teststationen geplant
Wird es bald noch mehr Angebot geben? Vorerst sind keine weiteren Teststationen geplant, so Eitner. Das könne sich aber in einigen Wochen schon wieder ändern. Und wird das Buskonzept bei Erfolg weiter ausgedehnt? Da ist Eitner zurückhaltend: „Mir fallen dann keine weißen Flecken mehr in der Steiermark ein.“

Jakob Traby
Jakob Traby
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