Seit Jahren beklagen Direktorinnen und Direktoren, dass die Verwaltung im Bildungsbereich zunimmt. In Graz startet nun ein Pilotprojekt: 60 neue Sekretariatskräfte kommen ab März an die Pflichtschulen - eine Perspektive für Arbeitslose in der Krise.
An den Pflichtschulen fehlt administratives Personal, die Covid-Krise hat für Rekord-Arbeitslosigkeit gesorgt. Es ist also eine Win-Win-Idee, die Vertreter von Stadt Graz und Land Steiermark gestern präsentiert haben: Mit 60 neuen Stellen, besetzt mit bisherigen Arbeitslosen, bekommen alle Grazer Pflichtschulen eine neue Sekretariatskraft. Das sind 30 Vollzeit-Äquivalente.
„Zwei Drittel der Kosten trägt der Bund. Der Stadt kostet das Projekt 825.000 Euro“, erklärt Bildungsstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP) in einem Freiluft-Klassenzimmer am Hauptplatz. „Ich bin doppelt froh, weil wir so Arbeitsplätze schaffen und unsere Direktoren freispielen.“ Das Projekt ist zunächst auf eine Laufzeit von einem Jahr ausgerichtet, „wir haben es aber auf längere Zeit ausgelegt“.
Projekt soll auf andere Regionen ausgeweitet werden
In der Zukunft sollen übrigens auch andere steirische Regionen profitieren, wie Bildungslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) sagt: „In der Oststeiermark reift das Konzept gerade aus. Insgesamt wird es 70 Vollzeit-Äquivalente geben.“ Die Abwicklung übernimmt das AMS.
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