Der dreifache Tour-de-France-Teilnehmer zählte zu den erfolgreichsten Radfahrern Österreichs. Doch 2003 fiel ein großer Schatten auf den Ex-Sportler. Eine der von ihm mitorganisierten Veranstaltungen der Firma GTM in einem Marburger Hotel wurde von der Polizei gesprengt.
113 Tage saß Harry M. in U-Haft, bis seine Firma 350.000 Euro Kaution zahlte; die höchste in der slowenischen Rechtsgeschichte. Das Geld liegt noch auf dem Konto der slowenischen Zentralbank. Angeklagt wurde der Ex-Radrennprofi und seine Komplizin im Oktober 2007 wegen der Teilnahme an Pyramidenspielen. Man konnte über die Firma GTM diverse Produkte wie Diätpillen und Cremes erwerben, um sie dann weiterzuverkaufen. 289 Investoren sollen so um mehr als 200.000 Euro geprellt worden sein, hieß es in der Anklage.
Angeklagter beteuerte Unschuld
Der Beschuldigte beteuerte immer wieder vehement seine Unschuld. Doch das Landesgericht Marburg verurteilte ihn zu zwei Jahren Haft auf Bewährung; seine Komplizin kam mit einem Jahr bedingter Haft davon. Jetzt dürften sich alle wieder treffen, diesmal vor Richterin Danica Zajc-Kohek. Denn die Verurteilung des Judendorfers wurde vom Berufungsgericht wegen Verfahrensfehlern aufgehoben. Demnach hätte der Senat damals nicht alle 218 (!) Zeugen angehört...
von Eva Molitschnig und Tomaz Klipsteter, "Steirerkrone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.