Zu 75 Prozent belegt

Viel Betrieb in den Grazer Notschlafstellen

Steiermark
18.01.2021 06:00

Es ist die unvermeidliche Folge des Kälteeinbruchs: In den Grazer Notschlafstellen wird es langsam eng. Noch gibt es genug freie Betten - und für den Fall, dass der Platz nicht reichen sollte, hat die Stadt Reserve-Quartiere für Obdachlose organisiert. Von Corona-Infektionen ist man bislang verschont geblieben.

Die Caritas schlug jüngst Alarm: In Wien seien die Obdachlosenasyle bereits zu 90 Prozent voll! Auch in der Murmetropole ist der Andrang groß, so dramatisch ist die Situation aber noch nicht: „430 Betten stehen in Graz zur Verfügung - drei Viertel davon sind aktuell belegt“, berichtet Stadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP).

Stadtrat Kurt Hohensinner (Bild: Christian Jauschowetz)
Stadtrat Kurt Hohensinner

Die Zusammenarbeit zwischen dem Sozialamt und der Caritas und den Vinziwerken von Pfarrer Wolfgang Pucher funktioniere gut: „Dank einer Datenbank, die 2018 eingerichtet wurde, wissen wir immer genau, in welcher Einrichtung noch Platz ist.“ Ein Jahr davor wurde das Grazer Kälte-Telefon eingeführt.

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In Graz muss niemand auf der Straße schlafen. 430 Betten stehen für obdachlose Menschen zur Verfügung.

Sozialstadtrat Kurt Hohensinner (ÖVP)

Da zu befürchten war, dass die Corona-Krise die Obdachlosigkeit steigen lässt, hat die Stadt Graz letztes Jahr ein Hostel angemietet. Zudem steht das Bildungshaus Mariatrost als Not-Reserve zur Verfügung. Bisher habe man es zum Glück aber nicht gebraucht, so Hohensinner.

Bis dato kein Corona-Fall
Um Corona-Cluster in den Heimen zu verhindern, stellt die Stadt Testkapazitäten zur Verfügung. „Bis dato hatten wir keinen positiven Fall in unseren Notschlafstellen“, sagt Hohensinner. Obdachlose gehören bekanntlich zu Risikogruppe.

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