Keine Touristen

Leere Kassen: Nonnen bitten um Essensspenden

Leere Kassen, leere Teller und drückende Not! Weil seit Monaten Touristen wegen Corona in der weltberühmten Kronprinz-Rudolf-Gedenkstätte Mayerling in Niederösterreich ausbleiben, müssen die dort wirkenden Karmeliterinnen fast schon flehentlich um milde Gaben bitten. Denn selbst für das tägliche Brot fehlt das Geld.

„Die Not ist wirklich groß bei uns hier. Wir wissen manchmal nicht, ob wir genug zum Essen haben. Es gibt bröckelnde Mauern, und wir haben ja auch Ausgaben für den täglichen Bedarf. Aber es gibt keine Einnahmen mehr, seitdem die Touristen ausbleiben“, beklagt Mutter Oberin Maria Magdalena. Mit Bescheidenheit hüten die Priorin und ihre zehn Mitschwestern den Karmel Mayerling, der 1889 von Kaiser Franz Joseph gestiftet worden war, nachdem sein Sohn Kronprinz Rudolf und dessen Geliebte Mary Vetsera dort auf tragische Weise starben.

Dennoch wird die drückende Armut mit Demut getragen – auch wenn bis vor Kurzem die Heizung defekt war und Raumtemperaturen unter zehn Grad Celsius sanken. „Unsere Schwestern im Herrn sind für jede Gabe dankbar. Denn es mangelt ihnen an allem – an Gemüse, Mehl und auch Kaffee“, sagt Pater Johannes Chavanne vom nahen Zisterzienserkloster in Heiligenkreuz.

Konto: „Rettet den Karmel Mayerling“, Bankhaus Schelhammer & Schattera; IBAN: AT27 1919 0002 0010 0733; BIC: BSSWATWW

Mark Perry und Christoph Matzl, Kronen Zeitung

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