4 Personen verhaftet

Israel: Rechte Ultras toben nach Scheich-Einstieg

Nach dem Einstieg von Scheich Hamad bin Khalifa Al Nahyan, einem Mitglied der regierenden Herrscherfamilie in Abu Dhabi, in den israelischen Fußballverein Beitar Jerusalem ist es zwischen Fans zu Konfrontationen gekommen. Hunderte Befürworter und Gegner dieses Schritts seien am Freitag bei einem Training in Jerusalem aufeinandergetroffen, berichtete der israelische Armeesender. Nach Polizeiangaben wurden vier Personen festgenommen.

Mitglieder der rechtsextremen Fangruppe „La Familia“ seien demnach an den Protesten am Freitag beteiligt gewesen, es sei zu Übergriffen gekommen. Beitar Jerusalem hat eine große Nähe zur konservativen Likud-Partei von Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu.

Hamad bin Khalifa Al Nahyan hatte am Montag 50 Prozent der Anteile des Klubs übernommen und am Dienstag mitgeteilt, man wolle Beitar zum Beispiel für das friedliche Zusammenspiel von Israelis und Arabern machen. „Unsere Tür steht allen offen“, betonte der Scheich.

Rechtsextreme Fanszene
Teile der Fanszene von Beitar Jerusalem gelten als rechtsextrem. Sie hatten in der Vergangenheit immer wieder mit rassistischen Ausfällen vor allem gegen Araber für Empörung gesorgt. Die Vereinsspitze unter Besitzer Mosche Hogeg bemüht sich, dem entgegenzuwirken. Der Club-Chef legte den Mitgliedern von „La Familia“ nach Medienberichten nahe, ihren eigenen Klub zu gründen.

Nach Angaben des Vereins hat Scheich Hamad bin Khalifa Al Nahyan zugesagt, in den kommenden zehn Jahren 300 Millionen Schekel (etwa 76 Millionen Euro) in den Verein zu investieren. Das Geschäft erfolgte im Zuge einer Annäherung beider Länder. Die Staaten hatten erst im August die Aufnahme diplomatischer Beziehungen beschlossen.

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Dienstag, 26. Oktober 2021
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