05.12.2020 10:00 |

Terror-Ermittlungen

Umstrittener Politologe ist nun abgetaucht

Der Politologe, gegen den die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt, will auch weiterhin keine Stellung zu den Vorwürfen gegen ihn beziehen. Die Uni Salzburg schließt dienstrechtliche Konsequenzen für den Islamforscher jedoch derzeit aus. Rektor Hendrik Lehnert will auf konkrete Ergebnisse der Ermittlungen warten.

Der von der Razzia gegen die Muslimbrüder betroffene Politologe an der Uni Salzburg hat vorerst keine dienstrechtlichen Konsequenzen zu befürchten. Rektor Hendrik Lehnert will sich vorerst nicht von dem Islamforscher trennen. „Weil bisher gegen den Forscher noch keine Anklage erhoben wurde und auch kein Urteil von Seiten des österreichischen Gerichts vorliegt“, erklärte Lehnert in einem Interview. Der Wissenschaftler soll zudem in einem Online-Artikel für eine Islamophobie-Initiative auf der Website der „Georgetown University“ im US-amerikanischen Washington, im Zusammenhang mit dem Vorgehen der Polizei von einer „Kriminalisierung des Islam“ gesprochen haben und die Razzia mit den NS-November-Pogromen verglichen haben.

Der Forscher lehnte bisher mehrere „Krone“-Anfragen ab und ist aus der Öffentlichkeit abgetaucht. Hinter der Finanzierung seines Jobs steckt, wie berichtet, die arabische „Jameel Education Foundation“ mit Sitz in Vaduz in Liechtenstein. „Dass man sich in Sachen Islam-Forschung eher an eine arabische Stiftung wenden wird, liegt auf der Hand. Das liegt in der Natur der Sache“, relativiert sein Vorgesetzter Reinhard Heinisch, der den Fachbereich für Politologie an der Uni leitet, jedoch.

 Salzburg-Krone
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