24.11.2020 19:00 |

Fake-Inserat

Immo-Betrug im Pinzgau: Student verlor 2000 Euro

Die „Krone“ berichtete über die dreiste Immo-Abzocke für eine angebliche Wohnung in Salzburg- Josefiau. Nun ging ein Student aus dem Pinzgau den Kriminellen auf den Leim. Er überwies die verlangte „Kaution“ von gut 2000 Euro auf ein ausländisches Konto. Die Polizei ermittelt. Die Suche nach den Betrügern ist schwierig.

Mit einem Angebot für eine 61 Quadratmeter große Mietwohnung in der Lederwaschgasse in Salzburg-Josefiau versuchen Betrüger ihre Opfer zu prellen. Das Inserat ist täuschend echt: Fotos, Adresse, Kontaktangabe, alles auf einer renommierten Immobilien-Seite. Nach Zahlung einer Kaution könne die Wohnung bezogen werden, so das Angebot. Einzig: Die Wohnung gibt es so gar nicht.

Ein Student (24) tappte den Kriminellen nun in die Falle. Der Mann reagierte auf das Online-Inserat für das Apartment und überwies letztlich 2000 Euro auf ein Konto in Spanien. Die vermeintliche Vermieterin versicherte dem Opfer daraufhin, die Übergabe fände nach ihrer Rückkehr „aus London“ statt. „Er bekam das Geld nicht zurück. Am 24. Oktober wurde Anzeige bei der Inspektion Saalfelden erstattet“, bestätigt Polizeisprecherin Irene Stauffer. Ob es sich bei dem Objekt tatsächlich um eine echte Wohnung handelt, sei noch nicht klar. „Meist sind es Fake-Wohnungen in solchen Betrugs-Inseraten“, so Stauffer.

Benutzen Online-Betrüger Fotos von fremden Wohnungen für kriminelle Zwecke, handelt es sich laut dem Juristen Andreas Freilinger vom Mieterschutzverband jedenfalls um Datenmissbrauch und somit einen Fall für den Anwalt. Die Polizei rät grundsätzlich: „Ohne Besichtigung nie vorab Geld bezahlen.“

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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