23.11.2020 17:00 |

Kultur im Lockdown

Stefan Wolf: Derzeit ruft der Berg mehr denn je

Dem studierten Jazzgitarristen Stefan Wolf kommen ganz weit oben auf den Tiroler Bergen die besten Ideen. Sein Hund Georgina ist immer mit dabei und die Bergluft ist für den aus Reutte stammenden Selbstständigen Nahrung für Körper und Geist. Das Tonstudio in Mils ist für ihn die Insel der Kreativität und des Schaffens.

Der Weg, die väterliche Rechtsanwaltskanzlei im Außerfern zu übernehmen, wäre zwar nach einem dafür notwendigen Studium eine sich anbietende Variante der Lebensweggestaltung gewesen. Nach einer revolutionären Umgestaltung des Schulunterrichtsgesetztes und dem damit verbundenen Schulwechsel traf Stefan Wolf im Franziskaner Gymnasium Hall aber auf seinen damaligen Gitarrenlehrer Kurt Drexel. Mit 17 Jahren waren dann die Weichen klar für einen alternativen Weg gestellt.

Gitarre im Zug geübt
Es folgte ein Jazzstudium an der „Academy of Contemporary Music“ in Zürich. Sein jahrelanges Pendeln im Zug wurde mit Gitarre üben verbracht. „Nachdem ich mich immer in ein leeres Abteil begeben habe, traute sich wohl keiner zu mir und wenn, blieb er nicht lange“. Das Geld fürs Studium verdiente sich der motivierte Jungmusiker bereits mit Konzerten und dem Unterrichten.

Im Jahr 2000 traf er auf einen Sänger des klassischen Konservatoriums. Das Zusammentreffen einer damals noch im Pop und der Klassik verankernden Stimme und dem eher in der freien und improvisierten Ecke verhafteten Gitarrenspiel ergab eine Verbindung, die dazu führte, sich zusammen mit „2intime“ selbstständig zu machen. Mittlerweile ist daraus die Firma „Inntimemusic“ und das dazugehörige Tonstudio mit dem Pianisten Alexander Goidinger entstanden.

Diese musikalische Partnerschaft ermöglichte es ihm vor 15 Jahren seinen Job als Musikpädagoge an den Nagel zu hängen und sich exklusiv auf seine Tätigkeiten als Musiker und Produzent zu konzentrieren. Zu seinem Alltagskonzept im Umgang mit dem neuerlich beschlossenen harten Lockdown sagt der naturliebende Künstler: „Weiterhin viel Bewegung an der frischen Luft und Kontakt zu den Menschen, die mir nahestehen. Frei nach dem Motto: ,Music never dies’ – Augen auf und durch.“

Simon Kräutler, Kronen Zeitung

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