Der zweite Lockdown sei notwendig, da die bisherigen Maßnahmen keine Entspannung gebracht haben. Scharfe Kritik hagelt es von den Oppositionsparteien: „Jetzt erhalten wir die Quittung präsentiert!“
Ich unterstütze die Entscheidung der Österreichischen Bundesregierung. Dieser Lockdown ist notwendig, weil die bisherigen Maßnahmen leider nicht die erhoffte Entspannung gebracht haben“, betont LH Platter. Und fügte hinzu, dass die Krankenhäuser jetzt schon teilweise überlastet seien, es in den Intensivstationen einiger Bundesländer eine angespannte Situation gebe.
Appell, sich an Vorgaben zu halten
„Wir müssen verhindern, dass die Ärztinnen und Ärzte eine Entscheidung über Leben und Tod treffen müssen. Den Tirolerinnen und Tirolern sage ich deshalb: ,Es nutzt nix. Bleibt’s no amol dahoam‘.“ Platter appelliert, sich an die Vorgaben zu halten und soziale Kontakte zu minimieren. „Diese Corona-Pandemie können wir nur mit Solidarität und Zusammenhalt bewältigen. Dann besteht die Hoffnung auf halbwegs normale Weihnachten.“
„Jetzt müssen wir unser Gesundheitssystem schützen“
„Es ist ärgerlich, dass alle vorbeugenden Maßnahmen wie Testen, Tracen und Isolieren nicht gefruchtet haben. Jetzt müssen wir unser Gesundheitssystem schützen, indem wir die Notbremse ziehen“, so Grünen-Klubobmann Gebi Mair.
Kritik der Opposition
Aus den Reihen der Tiroler Opposition kommt einmal mehr scharfe Kritik. „Das Chaos- und Missmanagement der schwarz-grünen Regierungen ist für den neuerlichen Lockdown ursächlich, denn die Sommermonate wurden verschlafen“, poltert FP-Landesparteichef Markus Abwerzger. „Jüngste Zahlen sprechen eine klare Sprache: Es gibt weltweit kein Land, das die Krise schlechter gemanagt hat als Österreich. Jetzt bekommen wir die Quittung“, betont Georg Dornauer, Chef der Tiroler SPÖ.
„Was plant Regierung?“
„Ich frage mich, was die Regierung für einen langfristigen Plan hat. Lockdown – zu – auf – Lockdown light – jetzt wieder zu. Dann machen wir wieder alles auf und das Spiel beginnt wieder von vorne?“, fragt sich Andrea Haselwanter-Schneider, Klubobfrau der Liste Fritz. Und Tirols Neos-Chef Dominik Oberhofer sagt: „Regierung und Behörden haben versagt. Deshalb braucht es diese Maßnahmen. Die Schulschließung ist überzogen.“
Claus Meinert/Jasmin Steiner, Kronen Zeitung









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