13.11.2020 10:50 |

Auch in der Steiermark

Corona-Test nur noch mit Symptomen

Aufgrund der stark ansteigenden Fallzahlen und um das Gesundheitssystem vor einer endgütligen Überlastung zu schützen, ändert nun auch die Steiermark ihre Teststrategie: Ab sofort werden Kontaktpersonen der Kategorie 1 nur noch mit Krankheitssymptomen auf Corona getestet.

Nach Vorarlberg und Oberösterreich muss nun auch die Steiermark ihre Teststrategie ändern: Wurden bisher alle Personen der Kontaktkategorie 1 auf Covid getestet, ist dies ab sofort nur noch mit Krankeitssymptomen der Fall. „Die Lage ist sehr ernst und wir müssen mit aller Kraft verhindern, dass es zu einer Überlastung unseres Gesundheitssystems sowie der intensivmedizinischen Kapazitäten kommt“, stellt Gesundheitslandesrätin Juliane Bogner-Strauß (ÖVP) klar und appelliert abermals an die Eigenverantwortung und Disziplin der Bevölkerung. Außerdem müssen Kontaktpersonen der Kategorie 1 ja ohnehin in Quarantäne - unabhängig von ihrem Testergebnis. 

565 Covid-Patienten hospitalisiert
Der Druck auf die steirischen Gesundheitseinrichtungen hält indes unverändert an: Stand heute (7 Uhr) sind laut KAGes 565 Covid-Patienten hospitalisiert, 96 davon liegen auf einer Intensivstation. Die neue Teststrategie soll dies zumindest etwas abfedern. Wobei die Landesrätin betont: „Keine Veränderungen gibt es bei Testungen in sensiblen Bereichen. Ganz im Gegenteil, hier sorgen zusätzliche Antigen-Testungen für mehr Sicherheit.“ Generell betont man beim Land, dass aktuell genügend Test-Kits zur Verfügung stehen.

Positive Antigen-Tests werden anerkannt
Die neue Strategie soll vor allem zu einer Entlasung der Behörden beitragen. „Eine weitere Erleichterung in der Teststrategie ist die Anerkennung von positiven Antigen-Tests bei symptomatischen Personen ohne nachfolgenden PCR-Test", fährt Bogner-Strauß fort. Beim Roten Kreuz begrüßt man die neue Regelung: „Durch diesen Schritt können wir uns besser auf die Testung der Verdachtsfälle und Risikogruppen in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie Schulen konzentrieren. Jede Kontaktperson die Symptome zeigt, kann sich sofort bei 1450 melden und wird dann ebenfalls als Verdachtsfall getestet. Jene Kontaktpersonen, die aufgrund der Neuregelung nicht mehr zu einem Test kommen, erhalten von uns die notwendigen Informationen per SMS", sagt Peter Hansak, Landesrettungskommandant, Rotes Kreuz Steiermark.

Fallzahlen seit Oktober verzwanzigfacht
Aufatmen auch bei den Bezirkshauptmannschaften: „Seit Oktober haben sich die Fallzahlen in der Steiermark verzwanzigfacht. In dieser außerordentlichen Situation ist es den Behörden unmöglich, die bisherigen Verfahrensabläufe beizubehalten. Wir sind gezwungen, Schwerpunkte zu setzen und die müssen in erster Linie die positiv getesteten Personen sowie die Erkrankten sein“, stellt Helmut-Theobald Müller, Bezirkshauptmann von Deutschlandsberg und Sprecher der steirischen Bezirkshauptmannschaften, klar.

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