01.11.2020 12:00 |

Nun in Teneriffa

Mutter von Lena (13): „Tue das zu ihrem Schutz“

Die 13-jährige Lena geriet vor rund einem Jahr auf die schiefe Bahn. Drogenkonsum, Vergewaltigung, psychische Probleme und ein Suizidversuch folgten - die „Krone“ berichtete. Seit Ende August ist sie bei einer Pflegefamilie auf Teneriffa. Nun gab es das erste Treffen zwischen dem Pflegevater und der Mutter von Lena.

Die Strapazen der vergangenen Monate haben bei der Tirolerin und ihrer Tochter Spuren hinterlassen. Die schier unfassbaren Geschehnisse lassen sich nicht einfach so vergessen, sie haben sich in deren Seelen eingebrannt. Es bedarf professioneller Hilfe und Zeit, um alles verarbeiten zu können.

Die 13-Jährige findet diese Kombination nun auf der spanischen Insel Teneriffa vor. „Wir haben in Tirol keine Hilfe erhalten. Nach langem Kampf hat uns das Jugendamt dann den Kontakt zum Verein ,Der Weg e.V.’ in Deutschland hergestellt – doch auch nur deswegen, weil ich einen Anwalt engagiert hatte“, sagt die Mutter.

Erfahrene Pflegefamilie
Dieser Verein hat für Lena eine deutsche Pflegefamilie auf Teneriffa gefunden, seit 29. August befindet sie sich dort. Nun fand das erste Treffen zwischen Verantwortlichen des Vereins, dem Pflegevater von Lena, der zugleich Vorstandsmitglied ist, und ihrer Mutter statt.

„Er ist verheiratet, hat drei Kinder und wohnt seit insgesamt 19 Jahren auf Teneriffa. Er hat sich mit seiner Familie bereits um zahlreiche Jugendliche, die diverse Probleme hatten, gekümmert – stets mit Erfolg. Ich habe ein sehr gutes Gefühl“, erklärt die Tirolerin.

Unterricht und kein Handy
Lena werde dort psychologisch und pädagogisch betreut. Sie absolviere auch täglich ein paar Unterrichtsstunden. „Es geht ihr gut, sie hat zugenommen und ist kooperativ. Alkohol, Drogen oder nächtliches Ausgehen sind laut Pflegevater tabu. Zudem hat sie kein Handy“, erklärt die Mama von Lena.

Dennoch stehe sie mit der alten Clique sporadisch über das Internet noch in Kontakt. Die Pflegefamilie könne sie einfach nicht 24 Stunden am Tag überwachen.

Verlängerung erwünscht
Aus diesem Grund hofft ihre Mama, dass der vorerst auf drei Monate beschränkte Aufenthalt verlängert wird: „Wenn sie Ende November zurückkehrt, ist das für uns alle zu früh. Lena ist zwar derzeit nicht gut auf mich zu sprechen, da sie sich von mir verstoßen fühlt. Doch ich tue das alles zu ihrem Schutz, das wird sie hoffentlich irgendwann einsehen.“

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner
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