30.10.2020 14:45 |

Auch im Lockdown

Besuche in Seniorenheimen sollen möglich bleiben

Salzburgs Pflegeeinrichtungen rüsten sich für weitere Corona-Maßnahmen. Auf einen Lockdown seien die Einrichtungen vorbereitet, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn (Grüne) gegenüber der „Krone“. Ein Besuchsverbot soll es auch im Lockdown nicht geben.

Morgen, Samstag, will die Bundesregierung schärfere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie verkünden. Eine Art Lockdown liegt in der Luft. Das Land hat den 74 Pflegeeinrichtungen in Salzburg einen Entwurf mit Empfehlungen zukommen lassen. Die sehen unter anderem vor, dass Besuche immer möglich sein, aber je nach Ampelschaltung nicht mehr in den Zimmern, sondern in Besucherzonen stattfinden sollen. Sonderregelungen sollen weiterhin für Palliativstationen gelten.

„Ich will kein komplettes Besuchsverbot“, sagt Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn (Grüne). Das soll seinen Informationen zufolge auch nicht über die Bundesregierung verordnet werden. „Wir haben aus dem ersten Lockdown die Lehre gezogen, dass das massive soziale Auswirkungen auf Besucher und Angehörige hat“, so Schellhorn. Prinzipiell seien die Häuser sehr gut für einen weiteren Lockdown gerüstet. Das Pflegepersonal arbeite allerdings „am Limit“. 

In vielen Salzburger Spitälern gelten bereits Besuchsverbote. Neben den Landeskliniken auch in der Christian-Doppler-Klinik, im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder sowie im Unfallkrankenhaus (UKH). Kritik daran kommt von der Salzburger Patientenanwältin Mercedes Zsifkovics. Auch die Freiheitlichen halten vom Besuchsverbot nichts. „Neben der gesundheitlichen Belastung leiden die Menschen durch die Corona-Maßnahmen unter psychischem Stress, der durch die Vereinsamung verstärkt wird“, hält FPÖ-Landesparteisekretär Andreas Schöppl fest.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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