28.10.2020 11:00 |

Erste Bilanz

Tiroler Verbundkarten müssen Federn lassen

Die großen Tiroler Kartenverbünde Freizeitticket, Regiocard und Snowcard haben mit Einbußen gerechnet. Zum Ende des Vorverkaufs wird klarer, wie groß diese sein werden. Die gute Nachricht: Richtig dramatisch sind die Einbrüche nicht. Beim Freizeitticket sind es runde 20%, bei der Snowcard derzeit rund 30 Prozent.

64.000 Mal wurde das Freizeitticket im Vorjahr verkauft, 17.000 Mal die Regiocard Oberland und 26.000 Mal die Snowcard.

Heuer wird man aller Voraussicht nach um ein Viertel bis ein Drittel unter diesen Zahlen liegen. Die Snowcard, die nur im Winter gilt, scheint es eher härter zu treffen: „Die Auswertung startet erst, wir rechnen aber mit Rückgängen in der Größenordnung zwischen 30 und 40 Prozent“, sagt Sprecher Hansjörg Kogler.

Kaufzurückhaltung
Grund sei der relativ hohe Anteil an ausländischen Gästen, die sich durch die De-facto-Grenzschließungen nun in Kaufzurückhaltung üben. Entscheidend sei letztlich die Entwicklung in den Märkten Deutschland, Benelux, Skandinavien, England, Schweiz und Italien.

Freizeitgestaltung ganzjährig
Eine extreme Verunsicherung seit die Corona-Ampel auf Rot steht, erkennt Thomas Schroll, Mastermind hinter dem Freizeitticket. „Viele warten jetzt erst einmal den Vorverkauf ab und schauen, was da noch alles kommt. Aber ich verweise darauf: Das Freizeitticket ist eine Ganzjahreskarte, die im Verhältnis zu einem Urlaub relativ günstig ist und mit der man eine unbeschwerte Zeit zu Hause verbringen kann.“

Schließtage refundiert
Selbst wenn der Winter mit Schließungen von Liftanlagen verbunden sein sollte, seien die Kunden dagegen abgesichert, denn es sei in den Geschäftsbedingungen festgelegt worden, dass Schließtage anteilig refundiert werden. Die Diskussion um die mögliche Schließung der Axamer Lizum sei weniger entscheidend gewesen, sagt Schroll: „Die Lizum hat ja selbst sehr viel zur Aufklärung der Situation beigetragen.“

Regiocard dankt den treuen Stammkunden
Auch die Oberländer Regiocard, ebenfalls eine Ganzjahreskarte, musste heuer Federn lassen. „Die Auswertung liegt noch nicht vor, aber das Minus wird rund 25 Prozent betragen“, sagt Geschäftsführer Andreas Perberschlager. „Viele Familien, die es heuer gekauft haben, waren dankbar für die 10 Prozent Rabatt aus dem letzten Jahr.“

Philipp Neuner
Philipp Neuner
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