28.10.2020 08:00 |

An Volksschule Thalgau

Eltern vor Covid-Test ihrer Kinder nicht gefragt

In der Steiermark ließen „Covid-Zwangstestungen“ an den Schulen die Gemüter hochkochen. Auch in Salzburg wehren sich einige Eltern vehement dagegen, dass ihre Kinder - ohne ihr Einverständnis - auf Corona getestet werden. In der Volksschule Thalgau gingen Mütter gar so weit, dass sie ihre Anwälte einschalteten.

Am 20. Oktober erhielten die Eltern der Volksschule Thalgau - an welcher eine Religionslehrerin positiv getestet worden war - folgendes Mail: „Die Testung der Kinder wird am 21. Oktober durchgeführt. Es werden alle Kinder getestet, die Kontakt mit der Lehrerin hatten.“

Nach dem Einverständnis der Eltern wurde nicht gefragt. „Ich bin schockiert, wie mit uns Erziehungsberechtigten und den Schülern umgesprungen wird. Über unseren Kopf wurden die Tests der Kinder beschlossen“, ärgert sich die Mutter einer Volksschülerin. Damit ist sie nicht allein: „Ich verstehe nicht, wieso ich mein Kind testen soll, wenn es pumperlgesund ist“, ergänzt eine andere Mama.

„Habe jetzt meinen Anwalt eingeschaltet“
Mehrere Eltern der Volksschule Thalgau haben daher ihren Anwalt eingeschaltet. „Niemand sonst erklärt uns, was man darf und welche Konsequenzen drohen, wenn ich mein Kind nicht zu diesem Covid-Test schicke.“ Die Familien wurden auch über die Art der Testung im Dunkeln gelassen. Wie viele positive Fälle die Teststraße in Thalgau tatsächlich ergab, wissen die Eltern bis heute nicht. Gegen „Corona-Zwangstests“ spricht sich auch die FPÖ aus. „Das ist ein Eingriff in die persönliche Freiheit“, kritisiert Landesparteisekretär Andreas Schöppl. S. Angerer

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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