23.10.2020 07:08 |

Vier Bezirke betroffen

Ampel-Rot bringt schärfere Maßnahmen in Salzburg

Höchste Warnstufe nun auch im Pinzgau, Pongau und Flachgau: Die Landesregierung schärft nach - samt neuer Maßnahmen.

Nun hat die Salzburger Corona-Ampelkarte immer mehr rote Flecken: Am Donnerstag rief die Ampelkommission auch für den Pongau, den Flachgau und Pinzgau die höchste Warnstufe aus. Der Tennengau samt der Quarantäne-Gemeinde Kuchl leuchtet bereits seit der vergangenen Woche Rot.

Zwar gelten in Salzburg bereits besonders strenge Corona-Bestimmungen, dennoch dürfte nun weiter nachgeschärft werden. „Wir müssen uns die bezirksspezifischen Faktoren ansehen. Entscheidend ist die Nachvollziehbarkeit der Corona-Infektionen“, heißt es aus dem Büro von Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). Sonderregelungen wie im Tennengau – etwa Veranstaltungsverbote – wird es bald auch in den neu roteingefärbten Bezirken geben. Eine weitere Vorverlegung der Sperrstunde in der Gastronomie wird es nicht geben. „22 Uhr wird aufgrund der nun vorhandenen Gästeregistrierung bleiben“, heißt es.

Ampel-Orange trotz vieler coronafreier Orte
Bemerkenswert: Der Pinzgau leuchtete vergangene Woche noch Gelb, wurde damit gleich um zwei Warnstufen nach oben geschalten. 161 Corona-Fälle gibt es dort momentan. Und: Der Lungau ist auf der Ampel jetzt Orange, das entspricht einem „hohen Risiko“. Im gesamten Bezirk mit seinen knapp 20.000 Einwohnern werden derzeit 47 Infizierte gezählt. Und: Acht Gemeinden sind derzeit überhaupt gänzlich coronafrei.

Im gesamten Bundesland steigt die Zahl der Coronafälle jedenfalls weiter an. Mit Stand Donnerstag gibt es laut Angaben des Landes 1660 Infizierte. Die meisten Fälle entfallen auf den Flachgau (475), den Tennengau (371) und die Stadt Salzburg (298). Der Großteil ist offenbar auf private Treffen zurückzuführen. Auch in den Schulen mehren sich die Fallzahlen. Die meisten aktiv Infizierten außerhalb der Stadt Salzburg hat weiterhin Kuchl (siehe links).

Ungewöhnlich viele Fälle gibt es auch in Großarl (51), Bischofshofen (48), St. Johann (36), Strobl (30), St. Martin am Tennengebirge (29) und Straßwalchen (27).

Nikolaus Klinger
Nikolaus Klinger
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