Grazer Intakt-Festival

Mehr Hauptrollen für Menschen mit Behinderung

Steiermark
21.10.2020 09:30

Kleines Jubiläum für das Intakt-Festival in Graz: Zum fünften Mal bringt man heuer bereits künstlerische Projekte nach Graz, in denen Menschen mit Behinderungen eine tragende Rollen spielen. Heuer steigt das inklusive Festival von 4. bis 8. 11. - auf dem Programm stehen Filme, Workshops und Performances.

Die Beeinträchtigungen von Menschen mit Behinderungen als Quelle der künstlerischen Inspiration zu verstehen - dieses Ziel steht im Mittelpunkt der Arbeiten, die das Leitungsduo Lina Hölscher und Christoph Kreinbucher seit fünf Jahren für ihr Festival aussucht.

Gebärdensprache als Tanz-Element
So ist zur heurigen Eröffnung etwa die Produktion „Gravity“ der Company Un-Label aus Köln zu sehen, in der ein gehörloser Tänzer und eine hörende Tänzerin gemeinsam auf der Bühne stehen: „Sie verwenden die Gebärdensprache als künstlerisches Mittel und integrieren auch poetische Audiodeskriptionen in ihre Performance“, sind Hölscher und Kreinbucher begeistert.

Mit einer Uraufführung ist die O.K. Dance Company aus Wien zu Gast, die aus Profi-Tänzern mit und ohne Behinderungen besteht: In „UN/GLEICH aber jeder möchte“ gehen sie der Frage nach, wie die Welt aussehen würde, wenn alle gleich wären - wäre sie wirklich gerecht oder bloß einheitlich?

Intakt-Team: Lina Hölscher, Matthias Grasser (Qualitätssicherung) und Christoph Kreinbucher (v.li.). (Bild: Edi Haberl)
Intakt-Team: Lina Hölscher, Matthias Grasser (Qualitätssicherung) und Christoph Kreinbucher (v.li.).

Zu Gast in Graz ist auch die deutsche Filmemacherin Tabea Hosche, die ihr Leben mit einer behinderten Tochter in „Uma und wir“ filmisch dokumentiert hat. Und für das ganz junge Publikum zeigt Follow the Rabbit „Prinzessin Wachtelei mit dem goldenen Herzen“.

Erinenrung an Schlingensief
Mit „Disabled Theater“ von Jérôme Bel und Theater Hora und „Dschingis Khan“ von Monster Truck/Theater Thikwa gibt es zwei Klassiker des inklusiven Theaters als Videostream zu sehen. Und an einem Diskursabend erinnert man an Christoph Schlingensiefs TV-Projekt „Freaks 3000“, in dem er Menschen mit Behinderung in den Prozess des Fernsehmachens miteinbezog.

Zudem gibt es Workshops zu Tanz und Theater - freilich alles barrierefrei und coronakonform. Tickets sollte man sich rechtzeitig sichern!

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