02.10.2020 10:00 |

Corona-Umfrage in Ö

Zwei Drittel würden sich nicht impfen lassen

Die ganze Welt leidet in der aktuellen Corona-Pandemie am Fehlen von direkten Medikamenten und Therapien und hofft auf einen Impfstoff. Doch auch wenn endlich ein entsprechendes Vakzin zugelassen und für die breite Bevölkerung verfügbar sein wird, werden sich wohl viele Österreicher nicht impfen lassen. Aus einer aktuellen Umfrage des Unternehmens P8 Marketing (Sample 1200) geht nämlich hervor, dass knapp zwei Drittel der Befragten gegen eine Impfung sind. Neun von zehn Österreichern sind zudem gegen eine Impfpflicht.

Eine solche Pflicht ist laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) auch nicht geplant, wie er bereits mehrmals betont hat. „Ich bin absolut überzeugt davon, wenn der Impfstoff erst mal da ist, entsteht eine völlig neue Diskussion darüber“, so Anschobers Reaktion auf die aktuelle Umfrage in der Pressekonferenz zur aktuellen Corona-Ampelschaltung am Freitag. Auch der Infektiologe Florian Thalhammer (MedUni Wien/AKH) befürwortete vielmehr, dass Menschen motiviert werden sollen, sich impfen zu lassen.

„Krise wird uns noch länger als zwölf Monate begleiten“
P8 Marketing hat im Zeitraum von 28. September bis 2. Oktober 1200 Österreicher online befragt. Neben der Corona-Impfung und einer generellen Impfpflicht wurde auch die Zufriedenheit mit der Corona-Ampel erfragt. Damit sind 61 Prozent „sehr unzufrieden“, 16 Prozent „unzufrieden“. Mehr als die Hälfte der Befragten geht übrigens davon aus, dass die Krise uns noch „länger als zwölf Monate“ begleiten wird.

40 Prozent der Österreicher kaufen „nur noch das Notwendigste“ ein
Dass Österreich es letztendlich wieder aus der Krise schaffen wird, daran glaubt knapp ein Drittel. Ein weiteres Drittel glauben dies nicht. Welche Auswirkungen hat die Corona-Krise mit teilweisen Lockdowns auf das Konsumverhalten der Menschen? Dieser Frage ging die Umfrage ebenfalls nach. In 75 Prozent der Fälle habe sich das Einkaufsverhalten verändert, geht aus den Antworten hervor.

40 Prozent der Österreicher kaufen nur noch „das Notwendigste“ ein. „Sinkende Konsumlust, Geldsorgen und Unsicherheiten im Job führen dazu, dass die Menschen lieber sparen und nur sinnstiftende Ausgaben tätigen“, ergänzt Georg Hofherr, Gründer von P8 Marketing. Knapp 53 Prozent gehen übrigens davon aus, dass sie künftig mehr im Job leisten werden müssen.

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