22.09.2020 18:00 |

Projekt verschoben

Weiter Warten auf Tierschutzhaus im Pinzgau

Der Kampf um ein Tierschutzhaus im Pinzgau bleibt zermürbend: Das Projekt in Bruck wurde vom Land aus Kostengründen verschoben. Pläne sollen angepasst werden. Details kennen die Betroffenen immer noch nicht. Sie beklagen mangelnde Transparenz. Die Rettung von Tieren in Not lastet auf engagierten Privatpersonen.

Für Beatrice Caba vom Pinzgauer Tiernest ist nicht mehr nachvollziehbar, warum das Tierschutzhaus im Caritasdorf St. Anton in Bruck wieder in weite Ferne rückt. Im August 2019 wurde noch von fixen Plänen des Landes gesprochen, jetzt ist es still geworden. „Es ist alles sehr fragwürdig, da erstens das Grundstück zur Verfügung gestellt wird, zweitens 200.000 Euro aus einer Erbschaft da sind und das Land ja für Tierschutzeinrichtungen und die Verwahrung von Fundtieren zuständig ist“, so Caba.

Versorgung lastet auf freiwilligen Tierfreunden
Die lokalen Tierschützer werden nicht einbezogen und kritisieren mangelnde Transparenz. In einer von der SPÖ gestellten Anfrage an Landesrat Josef Schwaiger (VP) wird darauf verwiesen, dass erst ein Verein gegründet werden muss.

Im gesamten Innergebirg halten engagierte Freiwillige die Versorgung von Tieren in Not aufrecht. Vom Land gab es bisher nur leere Versprechungen. Karin Dollinger, SPÖ-Tierschutzsprecherin und Abgeordnete im Landtag, kritisiert, dass das Tierschutzbudget in Salzburg weit unter dem Österreich-Durchschnitt liege. 2019 gab es Ausgaben in der Höhe von 263.000 Euro. Dollinger bringt auch einen privaten Gnadenhof in Maishofen in Spiel: „Die Betreiberin kümmert sich aufopfernd um in Not geratene Tiere und braucht dringend Unterstützung.“ Zumindest bis ein Pinzgauer Tierheim endlich realisiert ist, sollte das Land den Gnadenhof unterstützen, so die Forderung.

Sabine Salzmann
Sabine Salzmann
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