19.09.2020 13:00 |

Schutz gegen Influenza

150.000 Impfdosen für Tiroler als großes Ziel

Das Thema Impfen ist coronabedingt derzeit in aller Munde. Nicht außer Acht gelassen werden darf jedoch auch die Grippeimpfung. 40.000 Dosen erhält Tirol heuer vom Gesundheitsministerium, weitere 40.000 Impfdosen über den freien Markt. LR Bernhard Tilg (ÖVP) will die Stückzahl jedoch auf 150.000 erweitern.

Wird es gegen das Coronavirus bald einen Impfstoff geben oder nicht? Das ist die Gretchenfrage, mit der sich österreichweit viele auseinandersetzen. „2021 wird es hoffentlich einen Impfstoff geben. Covid-19 ist ein derart wichtiges Thema, dass die Impfung für jeden Österreicher vom Bund bezahlt werden muss. Sprich, das Impfen muss für die Bevölkerung gratis sein“, gibt Tilg seine Position preis.

Während in Bezug auf das Virus noch an einem Impfstoff getüftelt wird, liegt dieser gegen die Influenza bereits seit Jahren vor. Das Aufstellen der Impfdosen ist bundesweit akkordiert. „Da die Österreicher eher Impfmuffel sind, wurde im Juni mit Minister Anschober vereinbart, dass man die Impfzahlen nach oben bringen möchte“, verdeutlicht Tilg.

Tirol werde laut Zusage des Ministeriums bis November rund 80.000 Grippe-Impfdosen erhalten. „Etwa 30.000 Impfdosen sind für das kostenlose Kinder-Impfprogramm vorgesehen, 9000 Dosen sind für ältere Menschen in Wohn- und Pflegeheimen gedacht und rund 40.000 Impfdosen sind über den freien Mart, etwa über Apotheken, erhältlich“, erklärt der Landesrat gegenüber der „Tiroler Krone“.

In diesem Jahr wird Verdoppelung erzielt
Im Vergleich zu den Vorjahren wird eine Verdoppelung erzielt. Bisher lagen die Jahreswerte zwischen 40.000 und 45.000 Dosen.

Doch damit will sich Tilg noch nicht zufriedengeben: „Unser Ziel ist es, in diesem Jahr Grippe-Impfdosen für 20 Prozent der Tiroler Bevölkerung zu organisieren. Wir sprechen dabei von rund 150.000 Dosen.“ Er habe diesen Wunsch dem Gesundheitsministerium schon mehrmals vorgelegt, dieses kaufe die Impfdosen über die Bundesbeschaffungsagentur ein. „Auch dort habe ich angebracht, dass sie uns behilflich sein mögen. Ich muss alle Mechanismen in Gang setzen, damit wir vorankommen“, betont Tilg.

„Ist das erfolgreichste Präventionsprogramm“
Warum setzt er sich so für die Causa ein? „Impfen ist das erfolgreichste Präventionsprogramm, das es gibt. Auch wenn es auf Freiwilligkeit beruht, animiere ich jeden dazu, sich impfen zu lassen“, sagt Tilg.

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner
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