27.08.2020 10:00 |

Nach Liverpool-Test

Diese Marsch-Sorgen sind purer Luxus

Nach der starken Generalprobe gegen Liverpool ist klar: Salzburg ist reif, Ende September die Königsklassen-Quali erstmals zu meistern. Bis dahin ist der Bullen-Trainer speziell als Entertainer gefordert.

Naby Keita und Takumi Minamino, die zwei früheren Salzburger im Liverpool-Dress, machten nach dem Test-2:2 gegen die „Ex“ nicht gerade einen glücklichen Eindruck. An den beiden war die Partie in der Bullen-Arena völlig vorbeigelaufen. Salzburg war unterm Strich das bessere, weil aggressivere Team.

Sadio Mane, der dritte Ex-Bulle in Diensten des Champions League-Sieger 2019, nahm das natürlich viel lockerer. Er hat unter Trainer Klopp im Gegensatz zu Minamino und Keita seinen Startplatz sicher. Er verschenkte nach dem Abpfiff sein Trikot, scherzte mit Zusehern.

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Salzburg hat es uns nicht leicht gemacht. Sie pressen früh und bereiten dem Gegner so viele Probleme. Wir sind froh, dass es noch unentschieden ausgegangen ist!

Liverpool-Star Sadio Mane

Welch gute Leistung die Salzburger abgeliefert hatten, ist aber auch dem 120-Millionen-Mann nicht verborgen geblieben: „Es war ein sehr interessantes Spiel für uns. Salzburg hat es uns nicht leicht gemacht. Sie pressen früh und bereiten dem Gegner so viele Probleme. Wir sind froh, dass es noch unentschieden ausgegangen ist!“

Natürlich steht Liverpool erst am Anfang der Vorbereitung. Für die Bullen war’s vorm Cup-Auftakt am Samstag in Bregenz indes schon die Pflichtspiel-Generalprobe. Doch das Lob des Superstars zielt völlig in die richtige Richtung ab: Österreichs Meister hat zumindest gegen Nizza und jüngst Liverpool bewiesen, reif für größere internationale Aufgabe zu sein. Bedeutet: Am 29. oder 30. September muss erstmals aus der Quali heraus der Einzug in die Königsklasse gelingen.

Bis dahin ist Trainer Jesse Marsch vor allem als Entertainer gefragt. In zwei von drei Zonen auf dem Feld hat der US-Amerikaner nämlich reinste Luxusprobleme. Im Sturm rittern neben Liverpool-Doppelpacker Daka Koita, Okafor und auch Adeyemi um einen Startplatz. Zudem hat Berisha auch immerhin zweimal in der Vorbereitung getroffen, Daka das 2:0 gegen Liverpool mustergültig aufgelegt. Okafor könnte aber auch auf der seitlichen „Zehn“ zum Einsatz kommen.

Ein echtes Gerangel gibt’s auch im zentralen Mittelfeld, müssen einige Jungs bei Laune gehalten werden. Junuzovic und Mwepu lieferten gegen die „Reds“ eine Traumpartie ab. Da hat aber auch Bernede von Beginn an gespielt. Der Franzose tastet sich nach dem Seuchenjahr mit Schienbeinbruch und Co. immer näher an die Leistungen vom vergangenen Herbst heran. Und dann gibt’s mit „Schrei-Ungeheuer“ Mo Camara sogar noch einen vierten Mann, der das Zeug für die erste Elf hat. Dieser Kader hat Breite. Der Herbst mit möglichen 23 Spielen in nur 105 Tagen – Länderspieleinsätze nicht miteingerechnet – kann kommen.

Valentin Snobe
Valentin Snobe
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