30.07.2020 09:00 |

Aufenthalte gestrichen

Krise versperrt vielen Studenten Weg nach Leoben

Die Montanuni in Leoben ist nicht nur für ihre hervorragende Ausbildung, sondern auch für ihre Multinationalität bekannt. Die Corona-Krise könnte der Hochschule nun aber einiges an Farbe nehmen: Studenten aus China und Mexiko bleiben für das nächste Semester bereits fix aus, weitere Absagen könnten folgen.

Die weltweite Corona-Krise stellt auch die steirischen Universitäten weiterhin vor große Herausforderungen. Während die Universität Graz davon ausgeht, ab dem nächsten Semester wieder in den Normal-Modus übergehen zu können, ist an der Montanuni in Leoben eine Mischform angedacht: „Wir bereiten uns darauf vor, Lehrveranstaltungen im Herbst zumindest zum Teil in einer hybriden Form abzuhalten. Das heißt, ein Teil der Studierenden ist vor Ort, ein anderer Teil verfolgt die Vorlesung über einen Live-Stream im so genannten Distance-Learning-Modus“, sagt Peter Moser, Vizerektor für Internationales.

Übungen in Labors sollen jedenfalls - unter Einhaltung der geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen - in Präsenz im Haus stattfinden. Allerdings wird es dort leider bei Weitem nicht so bunt hergehen, wie bislang: „Wir versuchen alles, um den Studienbetrieb auch für internationale Studierende weiterhin zu ermöglichen. Leider fallen jedoch die Kollegen aus China und Mexiko bereits sicher weg, sie haben ihre Aufenthalte in der Steiermark längst gestrichen“, erzählt Moser.

Iraner mit hohem Anteil
Stolze 90 Nationen waren zuletzt an der Leobner Hochschule vertreten. Die meisten kommen aus Deutschland, außerhalb der EU haben Studenten aus dem Iran den höchsten Anteil. Aus China sind aktuell 46 junge Menschen inskribiert, aus Mexiko sieben. „Aufgrund der derzeitigen Entwicklungen kann sich aber natürlich täglich etwas ändern“, sind die Verantwortlichen auf weitere Absagen vorbereitet.

Uni kümmert sich um Versorgung von Kranken
Das Büro für Internationale Beziehungen der Montanuniversität hätte jedenfalls auch jetzt in den Sommerferien alle Hände voll zu tun: „Wir müssen uns auf alle möglichen Szenarien vorbereiten. Zum Beispiel auch darauf, welche Maßnahmen getroffen werden müssen, wenn in einem Studentenheim mit internationalen Studierenden Infektionen auftreten“, erzählt Vizerektor Peter Moser. „In so einem Fall müssen die Betroffenen ja auch von jemandem versorgt werden, denn sie haben schließlich hier keine Familie, die sie unterstützen könnte.“

Barbara Winkler
Barbara Winkler
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