30.06.2020 07:30 |

Stockende Infos

Verwirrung um Covid-Tests im Tourismus

Am Sonntag gab das Land bekannt: Bei einem Pilotprojekt wurden in der Region Wagrain-Kleinarl 400 Tourismusmitarbeiter bei einem Screening auf Corona getestet – die „Krone“ berichtete. Beim Informationsfluss gab es anscheinend Schwierigkeiten, das Land wusste nach eigenen Angaben nichts von den Tests.

63.000 Mitarbeiter der Tourismusbranche in Österreich sollen ab dem 1. Juli auf das Corona-Virus getestet werden. Das gab das Tourismusministerium Mitte Mai bekannt. Für das Pilotprojekt wurden zunächst fünf Regionen quer durchs Land ausgewählt, Salzburg zählte nicht dazu.
Am Wochenende dann die Überraschung: Auch in der Ferienregion Wagrain-Kleinarl wurde von 400 Mitarbeitern aus 45 Betrieben Abstriche genommen und dabei drei Hotelangestellte positiv getestet.
Überrascht zeigte sich davon auch das Land: „Wagrain-Kleinarl ist laut dem Bund sehr kurzfristig in die Testphase aufgenommen worden. Eine entsprechende Kommunikation mit den Salzburger Gesundheitsbehörden im Vorfeld wäre aber sicher wünschenswert gewesen“, sagt Gesundheitsreferent Christian Stöckl. Das Ministerium verweist in der Sache auf „Krone“-Anfrage aber auf die Gesundheitsbehörde AGES, die für die Tests logistisch zuständig ist und den Tourismusverband als Schnittstelle selbst. Es scheint, dass der Informationsfluss lückenhaft war.

Als Fazit bleibt: Die Testungen sind gut und notwendig um das allgemeine Vertrauen wieder herzustellen. Das wird auch in der Region so gesehen.

Warum das Land nicht schon selber die Initiative für Flächentests ergriffen hat? „Weil der Bund von sich aus angekündigt hat, Screenings vorzubereiten und durchzuführen“, so Stöckl, der die Tests begrüßt. Am Mittwoch sollen die flächendeckenden Tourismustests durch den Bund beginnen.

Felix Roittner
Felix Roittner
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