05.06.2020 18:08 |

Premiere im Murtal

In der Ring-Region kurven viele zu Corona-Tests

Das nächste Auto bitte! Langsam geht die Scheibe nach unten, Mund auf, ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes nimmt einen Abstrich aus dem Rachen. So funktionieren die Corona-Tests für Tourismusmitarbeiter in der Ring-Region, die am Freitag starteten. Auch sonst laufen die Formel-1-Vorbereitungen auf Hochtouren.

Regen begleitete die Premiere Freitagnachmittag in Knittelfeld: Die ersten fast 40 Tourismus-Fachkräfte aus der Ring-Region fahren zum Corona-Test vor. Rotkreuz-Mitarbeiter kontrollieren die Identität und nehmen den Abstrich. „Die Proben werden an ein Labor übermittelt, die Personen sollen rasch über ihr Ergebnis informiert werden“, so der Landesrettungskommandant Peter Hansak.

Spielberg und die Umlandgemeinden sind eine von fünf österreichischen Pilotregionen für die Corona-Tests. Die Tourismus-Mitarbeiter sollen künftig jede Woche beim Roten Kreuz vorfahren - auf freiwilliger Basis. Von den knapp 1000 Mitarbeitern haben sich laut Hansak bisher gut 400 angemeldet. „Diese Zahl wird aber sicher noch steigen“, ist der Tourismus-Vorsitzende Michael Ranzmaier-Hausleitner überzeugt.

Er war am Freitag einer der Ersten, der getestet wurde. Die Vorfreude auf die zwei Grand Prix am 5. und 12. Juli steht ihm ins Gesicht geschrieben: Immerhin werden die Formel-1-Teams - streng voneinander separiert - gut zwei Wochen lang im Murtal nächtigen, insgesamt etwa 1500 Personen.

Militärflughafen verschiebt Sperre
Ein Großteil wird wie schon in den Vorjahren über den Militärflughafen Zeltweg anreisen. „Eigentlich war zum Termin des zweiten Rennens bereits unsere jährliche Platzsperre für Bauarbeiten geplant, die Luftraumüberwachung findet dann von Linz aus statt“, berichtet Kasernkommandant Franz Six. Das musste man nach hinten verschieben.

Bis zu 200 Flugzeuge „parkten“ in der Vergangenheit in Formel-1-Wochen in Zeltweg. Wie viele es heuer werden, ist noch unklar. Fest steht: Corona sorgt für einen strengen Ablauf. Die Maschinen werden kontaktlos eingewiesen, die Passagiere per Bus abgeholt, außerhalb der Kaserne finden Zollabfertigung und Gesundheitskontrollen statt.

Ampeln bei Behörden stehen auf Grün
Der Veranstalter, das Projekt Spielberg, hat ja ein umfangreiches Gesundheitskonzept erarbeitet. Vom Ministerium in Wien gab es grünes Licht, nun liegt es bei der Bezirkshauptmannschaft. „Ein paar Details sind noch zu klären, große Hürden sehe ich aber nicht“, meint Peter Plöbst, der Leiter des Anlagenreferats.

Die Corona-Tests im Tourismus sollen übrigens ab Juli flächendeckend stattfinden. In der Steirmark wären 10.000 Personen betroffen - jede Woche! „Wir haben die Kapazitäten“, so Hansak vom Roten Kreuz.

Jakob Traby
Jakob Traby
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