300.000 Euro als Hilfe

„Pfoten-Paket“ soll die Tierheime retten

Die Coronakrise hat auch vor den heimischen Tierheimen nicht haltgemacht. Ein knapp 300.000 Euro schweres Hilfspaket des Landes soll den Einnahmeausfall nun kompensieren.

Keine Veranstaltungen – keine Einnahmen. Das gilt nicht nur für die von der Krise arg gebeutelte Gastronomie und Kulturbranche, sondern auch für die insgesamt acht Landestierheime. Denn es sind vor allem Spenden, wie sie etwa auf Flohmärkten gesammelt werden, durch die die Heime ihre Einnahmen lukrieren. Seit dem 13. März blieben die Türen durch das allgemeine Betretungsverbot aber geschlossen, und die Einnahmequellen sind seither erschöpft.

Damit die Futternäpfe in den Heimen zwei Monate danach jetzt aber nicht austrocknen, beschloss man beim Land nun eine Fördervorauszahlung in der Höhe von knapp 300.000 Euro. „Der Tierschutz hat in Niederösterreich einen hohen Stellenwert. Mit den vorgezogenen Zahlungen helfen wir, die Versorgung der Tiere und die flächendeckende Betreuung für alle Gemeinden auch weiter aufrecht zu erhalten“, schildert Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, die selbst Hundebesitzerin ist. Tenor der Aktion: „Wer rasch hilft, hilft doppelt!“

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Ärger bei Tierschützern: Hilfe vom Bund blieb aus
Und dass das eben keine Selbstverständlichkeit ist, zeige laut Landesregierung auch der Umstand, dass Tierschutzlandesrat Gottfried Waldhäusl mit einem Gesuch um außerordentliche Finanzhilfe für die Heime an den zuständigen Minister Rudolf Anschober abblitzte.

Auch beim Landestierschutzverband sorgt das für deutliche Kritik: „Wir beschäftigen Mitarbeiter, die in Kurzarbeit sind und erleiden finanzielle Einbußen. Unsere Fixkosten müssen wir zeitgleich aber weiter begleichen. Trotz wiederholter Zusage wurden die Heime vom Ministerium im Stich gelassen“, ärgert sich die Verbandspräsidentin Andrea Specht. Umso willkommener sei daher auch die Hilfe vonseiten des Landes. Immerhin für Tierfreund und Landesrat Gottfried Waldhäusl war das laut eigenen Angaben „eine Selbstverständlichkeit“.

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