05.05.2020 06:00 |

Dienst an der Grenze

Für die steirischen Miliz-Soldaten wird es ernst

Nicht wie sonst zu einer Übung rückten am Montag Hunderte Steirer in zwei Kasernen ein. Die Miliz-Soldaten machen künftig drei Monate Dienst an der Grenze. Ein Lokalaugenschein beim Einrückungstermin...

Für Hunderte Steirer wurde es gestern ernst: Erstmals in der Geschichte Österreichs wurden die Soldaten der Miliz zu einem Corona-bedingten Einsatz einberufen. Hier ein kurzes Video dazu:

„Natürlich macht uns das stolz“, betont Hauptmann Uwe Moser (Bild unten), Kompaniekommandant der 1. Jägerkompanie, in Sankt Michael. „Ich habe mich 20 Jahre lang auf diesen Moment vorbereitet. Jetzt können wir auch im realen Einsatz zeigen, was wir können.“

Knapp 200 Miliz-Soldaten (darunter eine Frau) wurden in der Landwehrkaserne erwartet, in der Erzherzog-Johann-Kaserne in Straß waren es 130 Miliz-Soldaten der Jägerkompanie Deutschlandsberg. Bundesheer-Sprecher Oberst Fiedler erklärt: „Unser Auftrag für die nächsten drei Monate ist die Unterstützung der Polizei an der Grenze. An den Grenzübergängen und entlang der grünen Grenze.“

Hausquarantäne für einen Verdachtsfall
Vor dem Einrücken wartete eine Hochsicherheitszone – jeder wurde auf Fieber getestet, jeder auf Corona. Und ein Soldat in St. Michael musste tatsächlich in Hausquarantäne geschickt werden. Die Körpertemperatur war zu hoch.

Statt in die Kaserne geht’s ins Gasthaus
Durch die Covid-19-Auflagen fehlt es an Platz in der Kaserne, die Miliz-Soldaten werden in Gasthäusern untergebracht. Nach zwei Wochen Vorbereitung geht’s dann ab an die Grenze. Der 39-jährige Christian Glaser war beim Einrücken „in freudiger Erwartung“. Seit 2006 ist der Forstarbeiter aus Donnersbachwald bei der Miliz: „Jetzt können wir uns beweisen.“

Dank geht auch an die Arbeitgeber
Für Hauptmann Moser, studierter Biologe und jetzt Key Account Manager im IT-Bereich, lautet das Motto „Aus dem Volk, für das Volk“: „In unserer Kompanie gibt es alles, vom Bauarbeiter bis zum Arzt oder Geschäftsführer.“ Deswegen ist Bataillonskommandant Oberst Karl-Heinz Tatschl eine Botschaft wichtig: „Danke an alle Arbeitgeber für die Unterstützung!“

Michael Jakl
Michael Jakl
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