Mindestens 7 Tage

RB Leipzig muss geschlossen in Corona-Quarantäne!

Ab in die Quarantäne! Der deutsche Bundesligist RB Leipzig wird sein Team vor einer möglichen Wiederaufnahme der deutschen Bundesliga kommende Woche isolieren! „Wir planen, ab nächstem Samstag mit der Mannschaft und dem Staff in Quarantäne zu gehen“, sagte Verteidiger Marcel Halstenberg am Freitag in der TV-Sendung „Sport im Osten“. „Wir werden uns hauptsächlich am Trainingsgelände aufhalten und womöglich hier auch übernachten. Das wird noch diskutiert“, erklärte Halstenberg.

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Der deutsche Nationalspieler sprach von einer Quarantäne-Zeit von sieben bis zehn Tagen. Auch andere Mannschaften könnten vor dem Neustart der Liga auf ähnliche Weise kaserniert werden, etwa in Hotels. Mit dieser Maßnahme sollen behördliche Vorgaben zur Wiederaufnahme des Spielbetriebs umgesetzt werden. Und dieser Re-Start in der Liga sei eminent wichtig, wie RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Freitag betonte. „Wir brauchen das TV-Geld, um zu überleben, und das ist der Grund, warum wir wieder Fußball spielen wollen.“ Man habe zuletzt positive Signale aus der Politik erhalten.

Entscheidungen dürften laut Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel kommenden Mittwoch fallen. Als Starttermin setzt der Leipzig-Manager weiter auf den 16. Mai. Dass dann weniger als zwei Wochen Mannschaftstraining zur Verfügung stünden, sieht er als unproblematisch. Mintzlaff: „Wir sind nicht in der Situation für Wunschszenarien, es hätte auch eine Woche gereicht. Wir wären auch am 9. Mai bereit gewesen.“ So oder so rechnet man bei RB Leipzig durch die Coronavirus-Krise im besten Fall mit einer Einnahmenminderung von über 20 Millionen Euro.

Dieser beste Fall sehe vor, dass die Saison zu Ende gespielt werde, Leipzig erneut die Champions League erreiche und Spiele bis Ende des Jahres unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. „Das wird unseren Handlungsspielraum im Sommer deutlich reduzieren. Das macht auch vor RB nicht halt“ sagte Mintzlaff. Auswirkungen werden bereits im anstehenden Transferfenster zu spüren sein. „Wir müssen verkaufen, bevor wir etwas kaufen. Aber die Notwendigkeit zum Verkauf sehe ich nur bedingt. Wir haben einen guten Kader“, sagte der 44-Jährige. Mintzlaff betonte zudem, dass Dayot Upamecano verkauft wird, sollte dieser seinen 2021 auslaufenden Vertrag nicht verlängern.

Der Franzose war im Jänner 2017 für kolportierte zehn Millionen Euro von Red Bull Salzburg nach Leipzig gewechselt. Dort ist der 21-Jährige, der neben Bayern München und Paris Saint-Germain bereits mit Topklubs in England und Spanien in Verbindung gebracht wurde, eine fixe Größe. Am Stadionausbau will Leipzig trotz der finanziellen Einbußen festhalten. Die Red Bull Arena ist als Spielstätte für die Heim-EM 2024 vorgesehen. Allerdings bremst der Klub bei Neueinstellungen. „Wir werden 25 Mitarbeiter nicht einstellen können, was wir andernfalls getan hätten. Wir versuchen nun, dies auf 2021 zu schieben“, sagte Mintzlaff.

Der Geschäftsführer rechnet auch mit einem weiteren Gehaltsverzicht der Profis. Bisher verzichten die ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer, Konrad Laimer, Hannes Wolf und ihre Kollegen auf zehn Prozent ihres Salärs. „Ich kann das nicht vorschreiben, aber ich gehe davon aus, dass die Spieler über den Juni hinaus auf Gehalt verzichten werden“, meinte Mintzlaff. Für den Vorstand wie auch Sportdirektor Markus Krösche und das Trainerteam um Julian Nagelsmann gelte dies bereits. In der Führungsetage verzichte man bereits bis zum Jahresende auf Teile des Gehalts.

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