19.04.2020 11:00 |

Nach Bagger-Attacke:

Firmenchef ist in Behandlung und gibt sich reuig

Einem Unternehmer (38) aus Straßwalchen wird versuchter Mord vorgeworfen: Er soll mit einem Bagger versucht haben, seinen Nachbar und dessen Sohn (9) zu töten. Mittlerweile befindet er sich in Behandlung in der Christian-Doppler-Klinik. Dadurch gehe es ihm besser, sagt sein Anwalt und lässt ausrichten: „Es tut ihm leid.“

Die „Krone“ hatte über den Vorfall Ende März bereits berichtet: An jenem Samstagnachmittag war der Firmenchef mit seinem Radlader der Marke Volvo auf seinem Grundstück unterwegs, als sein Nachbar die nahegelegene Gemeindestraße mit einem Kleinbus entlang fuhr. Mit on Board hatte er Sohn (9) und Hund.

Virus-Maßnahmen lösten Psychose aus

Ohne erkennbaren Grund rammte der Unternehmer mit seinem Bagger daraufhin den Van, schob das Fahrzeug etwa 50 Meter weit in eine Wiese. Der Nachbar sprang mit seinem Sohn aus dem Wagen und flüchtete zu Fuß, während der 38-Jährige die beiden mit dem tonnenschweren Radlader samt Baggerschaufel verfolgte. Beide konnten sich hinter einer Palette verstecken bis die Polizei kam. Von Todesängsten sprach das Opfer gegenüber Beamten. Was der Nachbar aber nicht wissen konnte: Die Coronavirus-Krise hat dem Unternehmer psychisch stark zugesetzt. Derart, dass sich eine „Psychose zusammengebraut“ hat, meint Verteidiger Franz Essl und erzählt von schlaflosen Nächten aufgrund der Zukunftsängste.

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Mein Mandant befindet sich zurzeit in der Christian-Doppler-Klinik und wird dort medikamentös behandelt. Ich hoffe, dass durch die Medikamente auch die Gefährlichkeit hinangehalten wird, so dass sich derartiges künftig nicht wiederholt.,

Verteidiger Franz Essl

Tatsächlich befand sich der Beschuldigte in einem „manisch-psychischen Zustand“ heißt es im Gutachten der Neuro-Psychiaterin Gabrielle Wörgötter, die ihn Anfang April untersucht hat. Ergebnis: Er ist nicht zurechnungsfähig. Zudem gab die Sachverständige eine ungünstige Gefährlichkeitsprognose ab. Das bezweifelt Essl, sofern der Flachgauer weiter behandelt werde: „Es geht ihm psychisch besser. Er sagte mir auch, dass das Ganze ihm sehr leid tue.“

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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