05.04.2020 13:20 |

Notlösung: Eishalle

So rüstet sich die Stadt für den Todesfall-Anstieg

Die Stadt rüstet sich für den Anstieg von Todesfällen. Ein Konzept steckt bereits in der Schublade. Im Fall eines Platzmangels wird die Eisarena adaptiert. Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP) beruhigt jedoch.

„Wir bereiten uns einfach auf alle Eventualitäten vor“, erzählt Jochen Höfferer von der Stadt Salzburg. Bisher (Stand Samstag 15 Uhr) starben landesweit 14 Menschen an Covid-19. Doch weil Corona-Patienten vor allem im Uniklinikum in Salzburg-Mülln zusammengezogen werden, rüstet sich auch die Stadt für die viel zitierten „italienischen Verhältnisse“.

Kommt es zu einem dramatischen Anstieg von Todesfällen und einem damit verbundenen Platzproblem, will die Stadt die Eisarena im Volksgarten in Salzburg-Parsch umfunktionieren. Die Heimstätte der Eisbullen steht seit Beginn der Krise leer. „Wir haben hier auch die Möglichkeit, einen würdevollen Abschied für die Verstorbenen zu gestalten“, meint Höfferer. Im Bedarfsfall wolle die Stadt adäquate Rahmenbedingungen für Verstorbene und deren Angehörige schaffen, so der Sprecher.

Die Adaptierung ist bereits beschlossene Sache. Vorerst liegt das Konzept jedoch nur in der Schublade. „Derzeit ist es absolut nicht notwendig und wir hoffen sehr, dass wir die Eishalle nicht brauchen“, meint Bürgermeister Harald Preuner (ÖVP). Höfferer verweist auf die derzeit „total ausreichenden“ Kapazitäten beim städtischen Krematorium.

Bei Bedarf soll die Halle jedoch möglichst rasch zu einem Not-Kühlhaus hochgefahren werden können. „Wir kühlen die Eisarena gerade runter und achten darauf, dass wir die Temperatur möglichst niedrig halten“, sagt der Stadtchef. Die Stadt hat jedoch noch einen weiteren Plan für die Sportstätte: Ein Lager für Lebensmittel in der Eishalle ist ebenfalls im Gespräch.

Nikolaus Pichler
Nikolaus Pichler
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