05.04.2020 08:31 |

Gestrandet im Urlaub

Salzburger saßen auf Mauritius im Hotel fest

„Das war der echte Horror“: Wegen der Corona-Krise durfte ein Halleiner Ehepaar tagelang sein Hotelzimmer nicht verlassen.

Hotelbett statt Strandliege: Der geplante Traumurlaub auf Mauritius endete für ein Halleiner Ehepaar in einer Katastrophe: Wegen der Corona-Krise saß das Paar mehrere Tage im Hotelzimmer fest. „Das war ein echter Horror-Trip“, sagt Gabriele Schönwetter.

Mit ihrem Ehemann Raimund Haunsperger reiste sie Anfang März auf die Insel im Indischen Ozean - derart einschneidende Corona-Maßnahmen wie nun gab es damals noch nicht. „Wir haben uns nichts dabei gedacht, als wir in den Flieger gestiegen sind.“

„Zumindest die Mini-Bar war immer randvoll“
Auf Mauritius angekommen, änderte sich dies bald. „Die ersten Tage waren regnerisch, aber sonst verlief alles normal“, sagt die Tennengauerin. Dann setzte das Luxus-Hotel drastische Maßnahmen: Sämtliche Gäste durften ihre Zimmer nicht mehr verlassen. Essen und Trinken bekam das Halleiner Paar vor die Türe gestellt. „Wir konnten nicht einmal Fernsehen. Alle TV-Sender waren auf Englisch und Französisch“, sagt Schönwetter. Aber: „Zumindest die Mini-Bar war immer randvoll.“

Das Ehepaar kontaktierte umgehend das Außenministerium und sein Reisebüro. Ein Rückflug war vorerst jedoch nicht möglich. Nach ein paar Tagen durften die beiden ihr Zimmer wieder verlassen - auch weil viele Urlauber die Insel mittlerweile schon verlassen hatten. „Der Strand war menschenleer, es war gespenstisch“, sagt Schönwetter.

Am 25. März gelangten die Eheleute via Düsseldorf und München zurück nach Hallein. Und doch sitzen sie schon wieder fest: Wie alle Urlaubs-Heimkehrer ist das Paar für zwei Wochen in behördlich vorgeschriebener Quarantäne in seiner Wohnung.

Nikolaus Klinger
Nikolaus Klinger
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