03.04.2020 15:20 |

Tempo-Strafen

Sportwagen-Fahrer raste wegen Virus-Krise

Die nahezu leergefegten Straßen laden manche Autofahrer zum Vollgas geben ein: Erneut stoppten Polizisten in der Nacht auf Freitag Dutzende Bleifuß-Lenker. Ein deutscher Sportwagen-Fahrer (23) trieb es auf die Spitze: Mit bis zu 156 Stundenkilometern brauste der Autofahrer über den Franz-Josefs-Kai, bog trotz roter Ampel in die Schwarzstraße ein und drückte das Gaspedal durch - trotz Tempo 50. Die „Corona-Krise“ setze ihm zu, erklärte der Raser, als ihn die Polizei anhielt. Nicht nur er verliert seinen Führerschein. 

Sieben Autofahrer tappten in der Nacht auf Freitag im Flachgau in die Radarfalle und waren gleich um 30 km/h zu schnell: Ein Oberösterreicher war sogar in Straßwalchen mit 128 km/h in einem 70er-Bereich unterwegs. Und auch auf der Autobahn erwischte die Polizei etliche Schnellfahrer: 20 Autofahrer waren um 30 km/h zu schnell, drei Autofahrer rasten sogar mit teils 145 bzw. 168 km/h durch einen Baustellen-Bereich auf der A10 bei Hallein.

Polizei kontrolliert und appelliert

Nicht die einzigen Raser diese Woche: Mit 137 auf dem Tacho raste ein Salzburger (51) am Mittwoch durch die Stadt und tappte auf der Alpenstraße in die Radar-Falle. Erlaubt wäre Tempo 70. Auch eine Lenkerin (21) bretterte mit 153 km/h über die Tauernautobahn, wo nur Tempo 100 gilt. Zudem hatte die junge Lenkerin erst im März ihren Probeführerschein abgegeben.

Wie beobachtet, nutzen einige Bleifußlenker die derzeit ruhige Verkehrs-Situation aus, um auf das Gas zu drücken: „Das Rasen wird geahndet. Es werden weiterhin regelmäßig Verkehrskontrollen durchgeführt“, betont Polizei-Sprecherin Verena Rainer. Sie appelliert: „Trotz der leeren Straßen muss das vorgeschriebene Tempo eingehalten werden. Es ist ein Beitrag zur Unfallvermeidung, da auch Fußgänger unterwegs sind.“

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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