01.04.2020 19:00 |

Schutzmaskenpficht

„Für Lebensmittelhandel so nicht finanzierbar“

Ab spätestens kommender Wochen müssen Konsumenten beim Einkaufen in Supermärkten verpflichtend Mund-Nasen-Schutzmasken tragen - eine Zusatzbelastung für die betroffenen Betriebe - speziell in finanzieller Hinsicht.

„Wir tragen gesundheitsfördernde Maßnahmen selbstverständlich gerne mit, können sie aber unmöglich finanzieren“, stellt Stefan Mair, Sprecher des Tiroler Lebensmittelhandels, klar und ergänzt: „Leider gab es im Vorfeld keine Information von der Regierung zu dieser kurzfristigen Verordnung. Dazu kommt, dass die Masken laut dieser Verordnung vom Handel gratis ausgegeben werden müssen. Das heißt, dass der jeweilige Händler die Kosten selber tragen muss. Wir fordern hier dringend Unterstützung seitens der Bundesregierung ein.“

„Wettbewerbsnachteile verhindern“
In der Verordnung ist angeführt, dass Supermärkte, Drogerien und Drogeriemärkte, deren Kundenbereich eine Quadratmeteranzahl von 400 unterschreitet, von der Schutzmaskenpflicht ausgenommen sind. Sie müssen allgemeine Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter sicherstellen, wie regelmäßiges gründliches Reinigen der Hände mit Seife oder Desinfektionsmittel, Halten eines Abstandes von mindestens einem Meter und Einhaltung von Atemhygiene. „Wir möchten aber unbedingt verhindern, dass die kleineren Geschäfte einen Wettbewerbsnachteil erfahren und werden, soweit finanziell und logistisch irgendwie machbar, darauf hinwirken, dass die Maskenpflicht hier freiwillig mitgetragen werden kann“, betont Mair. Auch hier ist eine finanzielle Unterstützung der Bundesregierung mehr als nur notwendig.

Mangelware Schutzmasken
Wie viele Schutzmasken für die Umsetzung der Verordnung tatsächlich benötigt werden, ist zwar noch völlig unklar, fest steht aber, dass nach derzeitigem Stand laut dem Lebensmittelhandel nicht genügend Schutzmasken in Tirol vorhanden sind. Für die schwierige Beschaffung dieser Mund-Nasen-Schutzmasken ist eine gewisse Vorlaufzeit notwendig. „Der Tiroler Lebensmittelhandel wird alle Kräfte mobilisieren, um die entsprechende Menge an Masken zu besorgen. Wie lange das dauern wird, ist derzeit nicht absehbar“, so Mair. „Wie wir alle wissen, ist es momentan so, dass Schutzmasken weltweit stark nachgefragt werden und es sich somit äußerst schwierig gestaltet, die benötigten Mengen termingerecht zu bekommen und an die einzelnen Händler liefern zu können.“

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