30.03.2020 19:22 |

Aktuelle Entwicklungen

Sechs weitere Corona-Todesfälle an einem Tag

Sechs weitere Personen in der Steiermark sind in Zusammenhang mit Covid-19 verstorben. Damit steigt die Anzahl der verstorbenen auf 30. 1001 Infizierte gibt es momentan in der Steiermark (Stand: 20 Uhr) - gut ein Viertel davon in den Bezirken Hartberg-Fürstenfeld und Weiz. Bei immerhin acht Personen konnte eine Genesung vermeldet werden. Die Steirische Landwirtschaftskammer vermeldet riesige Verluste für den März. Und jener Steirer, der mit seiner Lebensgefährtin über zwei Wochen lang in St. Anton festsaß, darf nun nach Hause. Das Universalmuseum Joanneum meldet Kurzarbeit für 379 Mitarbeiter an.

19.58 Uhr: Wie die Landessanitätsdirektion mitteilte, sind in der Steiermark sechs weitere Personen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, verstorben. Insegsamt sind es nun 30 Todesfälle im Bundesland. Bei den heute Verstorbenen handelt es sich um zwei Frauen (Jahrgänge 1930 und 1937) aus dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, einen Mann (Jahrgang 1926) und eine Frau (Jahrgang 1939) aus dem Bezirk Graz-Umgebung, einen Mann (Jahrgang 1936) aus der Landeshauptstadt Graz sowie einen Mann (Jahrgang 1950) aus dem Bezirk Deutschlandsberg.

19.23 Uhr: Künstler haben es derzeit finanziell nicht leicht. Um seine Musiker zu unterstützen, hat das Klassik-Festival styriarte einen Hilfsfonds eingerichtet. Über 15.000 Euro wurden dort bereits gespendet, wie das Festival auf Facebook mitteilte: „Unser Hilfsfonds für jene MusikerInnen, die nun ohne Auftritte und damit ohne Einkommen sind, hat in den ersten zehn Tagen ein sensationelles Ergebnis erzielt: 15.000 Euro habt ihr bereits gespendet. Dieses Geld wird heute an die Mitglieder unseres Orchesters recreation überwiesen.“

16.15 Uhr: Die Zahl der positiv auf Covid-19 getesteten Personen in der Steiermark steigt stündlich an und nähert sich der Tausender-Grenze. Um 16 Uhr meldet das Gesundheitsministerium 980 Fälle. Gestern Abend waren es noch 929 Infizierte im Bundesland.

15.24 Uhr: Das Universalmuseum Joanneum meldet Kurzarbeit für alle Mitarbeiter an, wie am Montag in einer Aussendung mitgeteilt wurde. Diese betrifft insgesamt 379 Mitarbeiter der 19 Museen in der Steiermark und ist voraussichtlich von 4. April bis maximal 3. Juli 2020 in Kraft. Derzeit sind alle Institutionen geschlossen.

14.35 Uhr: Laut Daten des Gesundheitsministeriums sind derzeit österreichweit nur noch etwas mehr als ein Drittel der Beatmungsgeräte für Corona-Patienten frei, bei den Intensivbetten in den Spitälern ist es noch genau die Hälfte. Die Kapazitäten sind allerdings regional sehr unterschiedlich. In der Steiermark sind es sogar nur 16 Prozent freie Beatmungsgeräte.

12.35 Uhr: Die sozialistische Hochschülerschaft der Grazer Med-Uni greift besonders Betroffenen nun unter die Arme: Die ÖH Med Graz hat beschlossen, ihren Sozialfonds mit 50.000 € aufzustocken. „Um Studierende, die von der Coronakrise besonders stark betroffen sind, zu unterstützen, haben wir uns dazu entschlossen, dieses Geld über die Rücklagen unserer ÖH bereitzustellen“, meint Johanna Brehmer, Vorsitzende der ÖH Med Graz. „Es ist wichtig, dass wir als ÖH in solchen Ausnahmesituation schnell handeln“, führt Brehmer (Herzlinks) weiter aus. Herzlinks ist seit Jahren der Ableger des VSStÖ an der Med ÖH in Graz.

11.30 Uhr: Manche wollen einfach nicht dazulernen. Wieder musste dieses Wochenende die Rettungskräfte ausrücken, um einen Wanderer zu retten. Er hatte sich am Samstag zwischen dem Ost- und Westgipfel des Dörfelsteins in Hall eine Verletzung am Knie zugezogen.

Mitglieder des Alpinen Rettungsdienstes Gesäuse stiegen über die Nordseite zu dem Verletzten auf und übernahmen die Erstversorgung. Später wurde er dann vom Notarzthubschrauber C14 ins UKH Kalwang geflogen. Am gleichen Tag waren am Eisenerzer Reichenstein drei Skitourengeher von einer Lawine mitgerissen worden.

10.48 Uhr: Hilfe für Studierende in Notlage fordert die Grazer KPÖ. Bildungssprecherin Uli Taberhofer sagt: „Eine Aussetzung der Studiengebühren für das Sommersemester sowie eine automatische Verlängerung von Familien- und Studienbeihilfe wären wichtige Maßnahmen zur Entlastung.“ Der kommunistische StudentInnenverband hatdafür  eine Online-Petition an das Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung gestartet, welche binnen kürzester Zeit bereits von fast 10.000 Personen unterstützt wurde

10.40 Uhr: Entgegen den ursprünglichen Befürchtungen sind die Fälle häuslicher Gewalt während der Ausgangsbeschränkungen wegen des Coronavirus in den vergangenen beiden Wochen in der Steiermark nicht nach oben gegangen. „Wir haben derzeit keine Zunahme an Anrufen, Aufnahmen oder Wegweisungen“, erklärt Michaela Gosch, Geschäftsführerin des Vereins Frauenhäuser Steiermark.

Und auch seitens der Landespolizeidirektion Steiermark wurde in den vergangenen Wochen ein Rückgang bei der Kriminalität auf den Straßen bemerkt. Sprecher Fritz Grundnig konnte die Einschätzung zwar nicht in Zahlen fassen, aber der Rückgang sei bei fast allem festzustellen: Einbrüche, Ladendiebstähle und Verkehrsunfälle. Es komme auch zu weniger Körperverletzungen, weil es beispielsweise zu keinen alkoholbeeinflussten Raufereien in den geschlossenen Lokalen kommen könne.

8.00 Uhr: „Wer nach dieser Krise noch über Krankenhausschließungen nachdenkt, ist von allen guten Geistern verlassen!“ Mit dieser Botschaft melden sich nun der steirische FPÖ-Gesundheitssprecher Marco Triller zu Wort. In Zeiten der Krise erweise sich die flächendeckende Spitalsinfrastruktur der Steiermark als wahrer Segen, meint er.

Und Klubobmann Mario Kunasek ergänzt: „Gerade die kleineren Spitalstandorte erweisen sich in der Krise als wertvolle Versicherung für den Fall des Falles. Für uns Freiheitliche kann es angesichts der jüngsten Erkenntnisse umso mehr für sämtliche schwarz-roten Zentralisierungspläne nur einen Platz geben und das ist der Mülleimer."

7. 48 Uhr: Die Auswirkung der Corona-Pandemie trifft auch die heimische Landwirtschaft hart. Die Experten der Landwirtschaftskammer haben in ihrer März-Bilanz einen Umsatzverlust von 40 Millionen Euro errechnet - viele land- und forstwirtschaftliche Betriebe sind schwer betroffen und sehen sehr besorgt in die Zukunft. 

In der Forstwirtschaft und im Gartenbau sind die Märkte weggebrochen, Marktverwerfungen bestimmen den Rinder- und Schweinemarkt, die Belieferung der Gastronomie und vieler Großküchen ist zum Erliegen gekommen. Die Buschenschänker haben Totalverluste, der Verkauf von Wein, Säften, Mosten und Edelbränden ist dramatisch eingebrochen, ebenso die Buchungen für Urlaub am Bauernhof.

7.45 Uhr: Jener Grazer, der mit seiner Lebensgefährtin bereits seit über zwei Wochen in St. Anton gefangen ist, darf nun offensichtlich nach Hause. Erwin Csaszar hatte der „Tiroler Krone“ erbost von seiner Situation berichtet: „Hätten wir unseren Urlaub im Ausland verbracht, wären wir längst zu Hause. So sitzen wir bereits seit zwei Wochen ohne vernünftige Verpflegung in Skibekleidung ohne jede Infrastruktur unter teilweise menschenverachtenden Umständen in Tirol fest. Langsam gehen uns alle Reserven aus. Ich habe mehrere Mails an zuständige Stellen geschrieben, ohne Ergebnis“, machte er seinem Ärger Luft.

Nun sollen sie mit anderen Steirern, die ebenfalls dort festsitzen, nach Hause gebracht werden. 

7.30 Uhr: Die Zahl der Corona-Infizierten in der Steiermark nimmt weiter zu - aktuell sind es 929. Die Zahl der Todesopfer in Zusammenhang mit Corona ist am Sonntag in der Steiermark auf 24 gestiegen. Davon waren sechs Frauen und 18 Männer. Das älteste Todesopfer war Jahrgang 1926, der jüngste Verstorbene war Jahrgang 1948. Folgende Bezirke hatten bisher Covid-19-Todesfälle zu verzeichnen:

  • Bezirk Hartberg-Fürstenfeld: acht Todesfälle
  • Landeshauptstadt Graz: vier Todesfälle
  • Bezirk Graz-Umgebung: vier Todesfälle
  • Bezirk Leibnitz: drei Todesfälle
  • Bezirk Bruck-Mürzzuschlag: ein Todesfall
  • Bezirk Liezen: ein Todesfall
  • Bezirk Murtal: ein Todesfall
  • Bezirk Voitsberg: ein Todesfall
  • Bezirk Weiz: ein Todesfall

Aber es gibt auch gute Meldungen: Immerhin acht Personen sind bereits wieder genesen.

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