17.03.2020 21:15 |

47 Verdachtsfälle

Coronavirus: Nun auch Sölden unter Quarantäne

Neben dem Paznauntal mit den Gemeinden Ischgl, Kappl, See und Galtür sowie der Gemeinde St. Anton am Arlberg stehen ab sofort auch die Tiroler Gemeinde Sölden sowie St. Christoph am Arlberg unter Quarantäne, wie die Landesregierung am Dienstagabend mitteilte. Offenbar wurden sechs Personen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet, bei weiteren 47 Personen soll ein Verdacht auf eine Infektion mit SARS-CoV-2 bestehen.

Nach Paznaun und St. Anton am Arlberg ist nun auch Sölden im Ötztal von einer Quarantäne betroffen. Dort sollen Mitarbeiter von Après-Ski-Bars erkrankt sein, einige von ihnen sollen erst nach der Rückkehr in ihre Heimat Symptome verspürt haben. Zudem befänden sich mehrere Hotelmitarbeiter in Isolation.

„Uns liegen drei positive Testungen von Personen aus Sölden vor, wo wir wiederum nicht ausschließen können, dass ein Bezug zu einer Schirmbar hergestellt werden kann. Um eine Weiterverbreitung des Coronavirus bestmöglich zu verhindern oder zu verlangsamen, ist diese behördliche Anordnung für die Gemeinde Sölden unabdingbar“, informiert Tirols Landeshauptmann Günther Platter.

Sechs Infizierte, 47 Verdachtsfälle
Bürgermeister Ernst Schöpf bestätigte am Dienstagabend gegenüber dem ORF-Radio, dass der Ort nun unter Quarantäne stehe. Es seien sechs Personen infiziert und bei 47 bestehe der Verdacht auf eine Erkrankung. Seit Dienstagmittag steht auch die Vorarlberger Seite des Arlbergs unter Quarantäne.

Auch St. Christoph unter Quarantäne
Neben Sölden ist von dieser umfassenden Isolierungsmaßnahme auch St. Christoph am Arlberg betroffen. Bereits am Freitag letzter Woche wurde die behördlichen Quarantäneanordnung für das engere Gemeindegebiet von St. Anton am Arlberg vollzogen. Nach weiteren positiv getesteten Fällen in Lech am Arlberg, das direkt an St. Christoph grenzt, wurde nun die Durchsetzung der Quarantäne auch für St. Christoph am Arlberg notwendig.

„Die Gesundheit aller Menschen in unserem Land steht über allem. Wir versuchen in dieser schweren Zeit, jeden Tag unser Bestmögliches zu leisten und so viel wie möglich richtig zu machen und schnell zu handeln“, so der Landeshauptmann. Polizeiliche Checkpoints an den Ortsgrenzen werden derzeit eingerichtet.

„Freiwillige Isolation“
„All jene, die sich in den vergangenen 14 Tagen in den betroffenen Gebieten in Tirol und Vorarlberg aufgehalten haben, sollen sich freiwillig häuslich isolieren. Damit tragen Sie wesentlich dazu dabei, das Risiko einer Weiterverbreitung aus diesen Gebieten zu verhindern“, empfiehlt der Landeshauptmann.

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