12.03.2020 12:06 |

In Salzburg

„Otter fressen unsere Gewässer leer“

In Salzburg treibt der Fischotter sein Unwesen. Nachdem das Raubtier in einer Halleiner Fischzucht einen Schaden von 40.000 Euro angerichtet hat, forderte der Verein den Abschuss von vier Tieren – ohne Erfolg. „Es muss sich was ändern, sonst fressen die Otter alle Gewässer leer“, so Landesfischereimeister Langmaier.

Die Gamper Lacke nutzt der Halleiner Fischereiverein für die Aufzucht von seltenen Fischarten. Wie lange das in Zukunft noch möglich ist, wird sich zeigen: „Der Fischotter wird immer mehr zum Problem. Durch den Räuber reduzierten sich die Bestände massiv“, weiß Landesfischereimeister Gerhard Langmaier.

Der Halleiner Fischereiverein beantragte deshalb den Abschuss von vier Tieren – ohne Erfolg. Das Land Salzburg wies den Antrag ab und empfahl stattdessen einen Schutzzaun für den Fischzucht-Betrieb. „Der Zaun muss aber einen Meter in den Boden reichen und gut eineinhalb Meter hoch sein, damit die Otter nicht durchkommen“, ergänzt Helmut Fürst, Bezirkshauptmann in Hallein.

Problematisch sei dabei aber die Umsetzung: „Das Gelände von sieben Hektar einzuzäunen, ist sowohl zeitlich als auch finanziell eine extrem große Herausforderung“, betont Langmaier.

Marder-Population hat massiv zugenommen
Die Fischotter-Population explodierte in den vergangenen Jahren. Laut Land Salzburg gab es 2009 27 Otter, heute wird die Zahl der Räuber auf mehr als 200 Exemplare geschätzt. Durch sie verursachte Schäden liegen jährlich im Millionenbereich, so die Bewirtschafter.„Ich kenne mehrere Fischer, die sogar ihre gesamte Zucht stilllegen mussten“, meint Karl Lettner.

Stephanie Angerer
Stephanie Angerer
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