Hatte Angst um Ruf

Anklage für Bankmanager nach Mord an Kundin (85)

Es ging wohl um seinen guten Ruf: Der langjährige Bankberater einer Pensionistin in Niederösterreich soll die 85-Jährige im Vorjahr mit einem gefüllten Sparstrumpf geschlagen und sie dann mit Folie bedeckt haben, sodass sie erstickte. Nun ist die Anklage da: Er wird sich wegen Mord verantworten müssen.

Sie vertraute ihm, dem international angesehenen Bankmanager. Seit etwa 30 Jahren beriet der 61-Jährige die Niederösterreicherin. Dann aber dürfte beim Anlegen des Kundengeldes etwa schiefgegangen sein. Und der sonst so erfolgreiche Bankberater bekam es offensichtlich mit der Angst um seinen Ruf zu tun.

Geschlagen und erstickt
Das Ganze endete am 16. September 2019: In der Villa der Frau im Bezirk Neunkirchen (Niederöstereich) schlug der 61-Jährige ihr laut Anklage mehrmals einen mit Münzen gefüllten Sparstrumpf auf den Kopf. Dann soll er ihr mit Folie die Atemwege verdeckt haben, sodass die 85-Jährige keine Luft bekam und letztlich erstickte.

Verdächtiger von Lkw angefahren
Alles sollte nach einem Raubüberfall aussehen. Doch die Nachbarn wurden durch Geräusche und Laute aufmerksam und hielten Nachschau. Da flüchtete der Mann durch ein Fenster aus der Villa: Der Banker wurde kurz darauf auf der Südautobahn von einem Lkw erfasst und schwer verletzt.

Alleine zurück blieb die 87-jährige Schwester der Frau, die vor drei Jahren selbst Opfer eines Raubüberfalls wurde: „Jetzt bin ich ganz allein“, erklärt sie schluchzend gegenüber der „Krone“.

Er wurde noch im Spital verhört, zeigte sich von Beginn an umfassend geständig. Die Staatsanwaltschaft klagt ihn jetzt wegen Mordes an. Einen Prozesstermin für das Geschworenengericht in Wiener Neustadt gibt es noch nicht.

Silvia Schober, Kronen Zeitung

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