20.02.2020 06:00 |

Huss kämpft in Wien:

Kassen-Minus setzt Salzburg gehörig unter Druck

Bis 2024 ein Defizit von 1,7 Milliarden Euro! Diese düstere Prognose für die ÖGK betrifft auch Salzburg massiv. Kurz vor Zusammenlegung wurden noch zwölf regionalen Projekten geschnürt, die jetzt in der Luft hängen. Insgesamt drohen Selbstbehalte, auch von einer Verdoppelung der Rezeptgebühren ist schon die Rede.

Seine Warnrufe verhallten bisher: Jetzt kämpft der Ex-GKK-Obmann in Salzburg und Arbeitnehmer-Obmann Andreas Huss in Wien wie ein Löwe gegen Maßnahmen, die die türkis-blaue Regierung auf den Weg brachte. Die Defizite türmen sich: Die Bundesregierung zahlt an die Kasse jetzt weniger Steuerausgleich, die ÖGK muss für Privatspitäler mehr überweisen. Die AUVA hat jetzt weniger Geld, sie muss weniger an die Kasse überweisen. Dazu kamen weiters hohe Beraterhonorare für die Fusion. Alles Geld, das Patienten fehlen wird.

Rezeptgebühr bald doppelt so hoch?


Jetzt werden immer lauter mögliche Selbstbehalte angesprochen: „Einer Verdoppelung der Rezeptgebühr werden wir sicher nicht zustimmen“, so Huss. Das Parlament sei aufgerufen, jenen Paragrafen, der es dem Dachverband ermöglicht, Selbstbehalte einzuführen, abzuändern.

Salzburg bangt jetzt um zwölf Regionalprojekte, die im Rahmen der Zielsteuerung gemeinsam mit dem Land noch auf Kurs gebracht wurden. Es geht dabei vor allem um Vorsorgemedizin, aber auch um die Errichtung von Primärversorgung. „Die Zeit läuft uns davon“, ist auch Thom Kimberger, Obmann in der Landesstelle besorgt. Rücklagen aus der Salzburger GKK, die vorbildlich wirtschaftete, waren dafür vorgesehen. Es geht um 30 Millionen Euro. Jetzt ist das wieder in der Schwebe

Mit der Umstrukturierung hat auch das Team der AUVA zu kämpfen. In Salzburg gibt es inklusive Unfallspital noch rund 550 Beschäftigte. Es herrscht jetzt aber absoluter Aufnahmestopp. „Wir wollen der Politik klar machen, dass die Kürzungen in der AUVA so im neuen Regierungsübereinkommen nicht mehr vorkommen“, meint Verwaltungsbetriebsratschef Hans-Peter Grandenti.

Sabine Salzmann

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