13.02.2020 13:07 |

Nach Tod von Gründer

Hubert Palfinger Technologies ist insolvent

Am Landesgericht Leoben ist am Mittwoch das Konkursverfahren über die Hubert Palfinger Technologies GmbH (HPT) eröffnet worden. Wie der KSV1870 heute mitteilte, wurden mit dem Tod des Firmengründers Hubert Palfinger senior - er starb am 19. Jänner nach Krankheit - die finanziellen Zuschüsse an das Unternehmen eingestellt. Nun hat der Betriebsrat wegen ausstehender Gehälter die Insolvenz beantragt.

Die HPT mit Sitz in Salzburg und einem Werk in Weng bei Admont in der Obersteiermark hat sich auf die Wartung von Schiffsrümpfen und Offshore-Anlagen spezialisiert. Die Firma gehörte zuletzt mit großer Mehrheit dem nun verstorbenen früheren Chef des börsennotierten Salzburger Kranherstellers Palfinger AG. Die Hubert Palfinger-Technologies ist jedoch ein völlig eigenständiges Unternehmen.

Unklarheiten über Testament
Die HPT beschäftigte laut KSV1870 zuletzt 75 Mitarbeiter, das Gros davon im Werk in Admont. Zum Insolvenzverwalter wurde der Leobener Rechtsanwalt Helmut Fetz bestellt, der nunmehr prüfen muss, ob eine Fortführung ohne weiteren Ausfall der Gläubiger möglich ist. Fetz selbst konnte am Donnerstag noch keine Auskunft zum Verfahren geben - man sei derzeit noch mit dem Ausdrucken der Unterlagen beschäftigt. Unklar ist auch, ob sich Palfinger senior vor seinem Tod testamentarisch oder notariell zur Zukunft des Unternehmens geäußert hat.

Unternehmen gewann 2019 Umweltpreis
Dabei hatte das Unternehmen erst im vergangenen November den renommierten Umweltpreis Energy Globe World Award 2019 gewonnen. Die HPT war für eine Entwicklung ausgezeichnet worden, bei der das Abtragen des alten Lacks und das Auftragen der neuen Farbe auf Schiffsrümpfe halbautomatisch erfolgt. Damit werden sowohl die Belastungen für die Umwelt wie auch der Treibstoffverbrauch für die Schiffe reduziert. Bei der Schifffahrtsmesse Marinetec in Shanghai Anfang Dezember sei die Technologie Brancheninsidern zufolge auf großes Interesse der Reedereien gestoßen. Zudem soll ein Auftrag für eine Dockausstattung in China kurz vor Abschluss gestanden sein.

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