20.01.2020 06:00 |

Graz als Vorreiter

Reparaturförderung rettet mehr als 4000 Geräte

Die Kaffeemaschine hat den Geist aufgegeben? Reparieren lohnt sich nicht mehr? Irrtum! Die Erfahrung zeigt, dass oft nur eine Kleinigkeit Schuld am „Herzstillstand “ des alten Geräts ist. Um einen größeren Anreiz fürs Herrichten zu schaffen, hat die Stadt Graz eine Reparaturförderung initiiert, die europaweit für Furore sorgt.

Die Berliner Stadtverwaltung schielt gerade neugierig Richtung Graz. Der Grund: Die Ende 2016 eingeführte Reparaturförderung hat eingeschlagen wie ein Bombe. „Im ersten Jahr konnten wir gerade einmal 150 Menschen mit der Aktion erreichen. 2018 waren es bereits 1000, und im abgelaufenen Jahr ist die Zahl auf beachtliche 3000 Förderanträge angeschwollen“, bilanziert Christopher Lindmayr, Leiter des Referats Abfallwirtschaft der Stadt Graz.

Die Idee kurz erklärt: Steht man vor einem kaputten Geschirrspüler – und damit vor der Frage: reparieren oder entsorgen? – soll die Prämie einen Anreiz für das Herrichten schaffen. „Gefördert werden 50 Prozent der Reparaturkosten von Elektrogeräten bis zu maximal 100 Euro pro Haushalt und Kalenderjahr“, informiert Lindmayr.

Der durchschnittliche Förderbetrag liegt bislang bei 70 Euro, Handys wurde am öftesten ein neues Leben eingehaucht (33 %), gefolgt von Kaffee- (16 %) und Waschmaschinen (14 %).

Zitat Icon

Langfristiges Ziel muss es sein, dass Reparieren wieder ,in‘ wird und eine Förderung nicht mehr notwendig ist.

Christopher Lindmayr, Grazer Umweltamt

Kein Ende in Sicht: Förderschiene bleibt
„Jede auch noch so kleine Reparatur vermeidet Abfall und ist damit ein großer Beitrag zum Umweltschutz. Insbesondere bei Elektrogeräten, wo nicht nur die Entsorgung, sondern auch die Produktion und der Vertrieb neuer Geräte eine enorme Belastung für das Klima bedeuten“, freut sich auch die Grüne Umweltstadträtin Judith Schwentner.

Aufgrund der guten Ergebnisse soll die Förderschiene bis auf Weiteres beibehalten werden.

Barbara Winkler
Barbara Winkler
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